«Schande von Basel»: 39 Hooligans angeklagt
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«Schande von Basel»: 39 Hooligans angeklagt

Landfriedensbruch, Gefährdung des Lebens, Gewalt und Drohung gegen Beamte, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Widerhandlung gegen das Sprengstoffgesetz: So die Anklage gegen 39 Hooligans, die nach dem entscheidenden Meisterschaftsspiel des FCB gegen den FCZ am 13. Mai an den Ausschreitungen beteiligt waren.

Umfangreiches Video- und Fotomaterial wurden von der Basler Staatsanwaltschaft dafür ausgewertet. Den 39 Tatverdächtigen werden Landfriedensbruch, Gefährdung des Lebens, Gewalt und Drohung gegen Beamte, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Widerhandlung gegen das Sprengstoffgesetz sowie grober Unfug vorgeworfen. Laut Basler Staatsanwaltschaft handelt es sich bei den Angeschuldigten um 37 Schweizer, einen Deutschen sowie einen Staatsangehörigen von Serbien-Montenegro im Alter von 16 bis 39 Jahren. 34 von ihnen seien erwachsen und müssten mit einer Anklage oder einer Verzeigung ans Strafgericht rechnen. Bei den fünf Jugendlichen übernahm die Jugendanwaltschaft die Verfahren.

In der letzten Minute des Fussball-Finalspiels zur Schweizer Meisterschaft waren am vergangenen 13. Mai Fans des FC Basel auf das Spielfeld gestürmt. Die massiven Ausschreitungen nach dem Zürcher Sieg lösten eine schweizweite Diskussion über die Sicherheit in den Fussballstadien aus. Sie beschleunigte auch die Umsetzung des geplanten Hooligan-Gesetzes. Die beiden Fussballclubs wurden von der Swiss Football League mit Bussen für die randalierenden Fans bestraft. Zudem wurde der Basler Club zu zwei Geisterspielen verurteilt.

(dapd)

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