Wimbledon: Scharapowa und Roddick ausgeschieden
Aktualisiert

WimbledonScharapowa und Roddick ausgeschieden

Maria Scharapowa ist in Wimbledon ausgeschieden. Die russische Australian-Open-Siegerin verlor in der 2. Runde gegen ihre Landsfrau Alla Kudryawtsewa in zwei Sätzen mit 6:2 und 6:4. Andy Roddick musste das Feld ebenfalls räumen. Er verlor gegen Janko Tipsarevic.

Nachdem gestern Novak Djokovic seine Segel in Wimbledon streichen musste, hat es heute bei den Frauen die erste Favoriten erwischt. Maria Scharapowa kam gegen die klare Aussenseiterin Kudryawtsewa nie richtig auf Touren und verlor überraschend klar in zwei Sätzen mit 6:2 und 6:4. 22 unerzwungenen Fehlern standen nur 13 Winner gegenüber. Die ehemalige Nummer 1 schweiterte aber nicht nur an sich selber, sondern auch an der starken Gegnerin.

Alla Kudrwavtseva (WTA 154) beging fast keine Fehler und gestand Scharapowa so fast keine Chancen zu. Der Matchball war sinnbildlich: Kudrjawzewa retournierte mit einer gewaltigen Vorhand, welche Scharapowa noch knapp zurückbrachte, die nächste Vorhand der Aussenseiterin war dann aber unerreichbar. «Das ist der grösste Sieg meiner Karriere», freute sich die in Miami wohnhafte Tochter eines ehemaligen Weltmeister im Griechisch-Römisch-Ringen.

Scharapowas Talfahrt hält damit an: Nach einem überragenden Jahresstart mit Titelgewinnen beim Australian Open und in Doha siegte sie nur noch in Amelia Island, kassierte aber viele Niederlagen, zuletzt in Paris, wo sie gegen Dinara Safina im Achtelfinal einen klaren Vorsprung verspielte.

Die Australian-Open-Siegerin dieses Jahres gewann in Wimbledon 2004 ihren ersten Grand-Slam-Titel. Im letzten Jahr scheiterte sie im Achtelfinal an Serena Williams.

Roddick unterliegt Tipsarevic

Andy Roddick ist beim Rasenturnier in Wimbledon überraschend in der zweiten Runde gescheitert. Der US-Amerikaner Roddick verlor bei der dritten Grand-Slam-Veranstaltung des Jahres gegen den Serben Janko Tipsarevic mit 7:6 (7:5), 5:7, 4:6, 6:7 (4:7). Tipsarevic hatte schon am Australian Open Roger Federer reichlich Widerstand geleistet und erst nach fünf Sätzen und einem 8:10 im finalen Set verloren.

Rainer Schüttler erreichte in einem Fünfsatz-Krimi gegen James Blake die dritte Runde. Der Deutsche setzte sich nach einer kämpferischen Bravourleistung mit 6:3, 6:7 (8:10), 4:6, 6:4, 6:4 gegen den als Nummer 9 gesetzten Amerikaner durch, dem er im vierten Vergleich die dritte Niederlage beibrachte.

(pre/si)

Deine Meinung