Aktualisiert 03.03.2011 22:44

BernScharfe Kritik an Bern wegen Demoverbot

Das Berner Demonstrationsverbot im Wahlmonat Oktober sorgt bei den Parteien für rote Köpfe.

von
zos

Thomas Christen, SP-Generalsekretär, ärgert sich: «Öffentliche Veranstaltungen gehören zu einer Demokratie und müssen in einer Hauptstadt möglich sein.» Die SVPplus-Fraktion fordert, dass die Stadtregierung ihren Entscheid überdenkt und Demonstrationen auf dem Bundesplatz auch im Oktober erlaubt. Eine entsprechende dringliche Motion hat die Fraktion gestern eingereicht. Sicherheitsdirektor Reto Nause nennt Engpässe in der Verfügbarkeit des Bundesplatzes als Grund für den Entscheid. Dr. Uwe Sedült vom Zentrum für Demokratie Aarau ist empört: «Für die Einschränkung der Versammlungsfreiheit braucht es stichhaltige Gründe. Ein Demonstrationsverbot als präventive Massnahme, nur weil sich Bern Ruhe wünscht, ist einer Hauptstadt unwürdig.» Sedült fordert, dass sich die Stadt anders organisiert: «Schliesslich erhält Bern Entschädigungszahlungen vom Bund, um die Zusatzbelastungen als Bundesstadt zu bewältigen.» (zos/20 Minuten)

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