Aktualisiert 20.02.2011 19:50

LuzernScharfe Kritik an Ladenschluss-Gesetz

Bis wann im Kanton Luzern die Läden geöffnet haben dürfen, ist stark umstritten. Die Kritik gegen das bestehende Gesetz häuft sich aber und die Gewerkschaften zeigen sich darüber besorgt.

von
Martin Erdmann
Längere Öffnungszeiten, mehr Leute?

Längere Öffnungszeiten, mehr Leute?

Das Ladenschlussgesetz des Kantons Luzern gehört zu den strengsten der Schweiz – und der Unmut dagegen wächst. «Luzern und Freiburg sind für mich die rückständigsten Kantone in Sachen Ladenöffnungszeiten», kritisierte Manor-CEO Bertrand Jungo in der «Zentralschweiz am Sonntag». Durch verlängerte Ladenöffnungszeiten verspricht er sich drei bis fünf Prozent mehr Umsatz.

Die Jungfreisinnigen Luzern (JFDP) kämpfen ebenfalls dafür, dass Geschäfte selber bestimmen können, wie lange sie geöffnet haben. Seit Anfang ­Januar sammeln sie für eine Initiative, die alle Einschränkungen aufheben will. Bereits kamen rund 760 Unterschriften zusammen. «Das zeigt, dass das Bedürfnis bei der Bevölkerung vorhanden ist», ist Vizepräsident Philipp Brun überzeugt. Nichts zu rütteln gibt es allerdings an der Zeitspanne zwischen 23 und 6 Uhr sowie an den Sonntagen: Abgesehen von Ausnahmen darf gemäss dem Arbeitsgesetz des Bundes dann nicht gearbeitet werden.

Der Luzerner Gewerkschaftsbund lehnt die JFDP-Initiative klar ab: «Durch die Aufhebung des Ladenschlussgesetzes würde es für Arbeitnehmer schwierig, sich am ­sozialen Leben zu beteiligen», sagt Louis Schelbert, Geschäftsleiter und Nationalrat (Grüne).

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