Scharfe Massnahmen gegen Copy & Paste-Studis
Aktualisiert

Scharfe Massnahmen gegen Copy & Paste-Studis

Copy & Paste für Arbeiten ist an der HSG passé: Seit 2004 wird Abschreiben scharf geahndet. Und seit diesem Jahr wird jede Diplomarbeit mit Spezialsoftware überprüft.

«Wer Texte kopiert und als eigene ausgibt, muss mit Konsequenzen rechnen. Die Höchststrafe ist ein Studienausschluss von drei Jahren», sagt Eva Nietlispach, Leiterin Kommunikation an der HSG. Die HSG hat dazu extra ein Merkblatt für die Studenten zum Thema Plagiat herausgegeben. Von der Regelung ausgenommen sind einzig die Erstsemester-Studenten. Sie dürfen zuerst lernen, wie korrekt wissenschaftlich zitiert wird. Die scharfen disziplinarischen Massnahmen hat man mit gutem Grund eingeführt: Zwischen 2000 und 2005 wurde an der HSG bei insgesamt 21 Arbeiten massiv geschummelt.

«Diesem Verhalten mussten wir rasch einen Riegel schieben», sagt Nietlispach. 2004 wurde darum das Merkblatt herausgegeben und eine Prüf-Software angeschafft. Die «Turn It In»-Software vergleicht systematisch Studentenarbeiten mit Texten aus dem Internet, aus Büchern und Magazinen. Zuerst wurden nur einige Stichproben gemacht. Seit diesem Jahr läuft aber jede Diplomarbeit und Dissertation durch das Programm und bei Seminararbeiten gibt es zahlreiche Stichproben. Der Erfolg gibt den Verantwortlichen Recht: 2006 verzeichnet die HSG noch keinen Betrugsfall.

(ann)

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