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Prügelei in WilScharmützel in der Challenge League

Bei Ausschreitungen nach dem Spiel des FC Wil gegen den FC Aarau wurden zwei Polizisten verletzt. Laut Hooligan-Experte Dölf Brack wird es in der Challenge League künftig öfters brenzlig werden.

von
Simon Städeli

Nach der 2:3-Niederlage des FC Aarau liefen die rund 100 mitgereisten Gästefans zurück zum Bahnhof Wil. Nach gegenseitigen Provokationen vermummte sich die Hälfte der Aarauer und stürmte ein Restaurant, in dem sich Wil-Anhänger befanden. Dort kam es zu ersten Schlägereien, draussen gingen die Gruppen nochmals ­aufeinander los.

Die Polizei versuchte, die Gruppen zu trennen: «Dabei wurden die Polizisten angegriffen und mit Gegenständen beworfen», sagt Ulrich Bärtsch von der Kapo St. Gallen. Einem Polizisten wurde dabei das Handgelenk gebrochen, eine Kollegin erlitt Prellungen. Mit Hilfe der Kapo Thurgau, der Bahnpolizei sowie der Securitas konnten die Aarau-Fans schliesslich zum Bahnhof begleitet werden.

Die Liga muss endlich handeln

Laut Bärtsch war der Match im Vorfeld nicht als Risikospiel taxiert worden. «Jetzt muss aber eine neue Einschätzung gemacht werden», so Bärtsch.

Laut Sicherheitsexperte Dölf Brack wird es in Zukunft in der Challenge League noch brenzliger werden. Brack: «Wie Erfahrungen aus England oder Deutschland zeigen, verschiebt sich die Gewalt in die unteren Ligen.» Militante Fans der Super-League-Teams könnten in der Challenge League randalieren, ohne mit Konsequenzen zu rechnen. Denn die Vorkehrungen in und um die Stadien seien mit Ausnahme des FCSG miserabel. «Die Liga muss endlich handeln und hart durchgreifen», so Brack.

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