Scharon: Israel bleibt atomar zweideutig
Aktualisiert

Scharon: Israel bleibt atomar zweideutig

Israels Ministerpräsident Ariel Scharon will an der Politik der «atomaren Zweideutigkeit» festhalten.

Dies sagte Scharon kurz vor dem Israel-Besuch des Chefs der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed el Baradei.

Scharon sagte am Dienstag im israelischen Militärradio, er werde diese Politik im Sinne der nationalen Sicherheit nicht aufgeben. Mit Blick auf den Besuch Baradeis sagte er: «Ich weiss nicht, was er hier zu suchen hat.» Israel müsse über alle Komponenten der für seine Verteidigung erforderlichen Mittel selbst verfügen.

Der IAEA-Direktor wurde am Dienstag zum ersten Mal seit sechs Jahren in Israel erwartet. Nach Angaben seiner Organisation will Baradei in Jerusalem für einen atomwaffenfreien Nahen Osten werben.

Israel gilt inoffiziell als Atommacht und soll bis zu 200 nukleare Sprengköpfe besitzen. Das Land hat den Besitz von Atomwaffen bislang weder bestätigt noch dementiert.

Baradei soll während seines bis Donnerstag dauernden Besuches mit Ministern sowie mit Vertretern der israelischen Atomenergiebehörde zusammenkommen. Arabische Staaten haben wiederholt beklagt, dass Israel von der IAEA nicht kontrolliert werde, während etwa Iran unter strenger Aufsicht stehe.

(sda)

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