Scharon: Keine Entschuldigung bei Gaza-Siedlern

Aktualisiert

Scharon: Keine Entschuldigung bei Gaza-Siedlern

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon will die vom Gaza-Abzug betroffenen Siedler nicht um Verzeihung bitten.

Eine Entschuldigung komme nicht in Frage, sagte Scharon am Freitag der Zeitung «Jediot Ahronot».

Vielmehr gehe es darum, für den Schmerz der Siedler, die ihre Häuser verlassen müssten, Verständnis zu haben. «Ich bedaure nichts. Auch wenn ich das Ausmass des Widerstands gegen meinen Rückzugsplan vorhergesehen hätte, wäre ich dabei geblieben», sagte Scharon.

Ab kommenden Mittwoch müssen alle Bewohner der 21 Siedlungen im Gazastreifen ihre Häuser räumen, später werden vier weitere kleinere Siedlungen im Westjordanland evakuiert. Anfang Oktober soll die Räumung abgeschlossen sein.

In einer Radioansprache an die Nation will Scharon am Montagabend nochmals Stellung zum geplanten Abzug aus dem Palästinensergebiet nehmen.

Am Mittwoch hatte Präsident Mosche Katzav im Fernsehen die Siedler für die bevorstehende Räumung um Verzeihung gebeten. «Ich fühle mit Ihnen. Wir wissen, dass sie sich im Gazastreifen aufgrund von Entscheidungen israelischer Regierungen niedergelassen haben», sagte Katzav.

Gleichzeitig aber appellierte er an sie, die Entscheidungen des Parlaments und der Regierung zu befolgen und nicht zu illegalen Mitteln zu greifen.

(sda)

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