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Schattenseiten an Silvester - Tote und brennende Autos

Nicht überall in Europa sind die Neujahrsfeierlichkeiten friedlich verlaufen. Bei Feiern zum Jahreswechsel in den Niederlanden kamen mindestens vier Menschen ums Leben und in Frankreich brannten in der Silvesternacht 425 Autos.

Ein Mann wurde in der Nacht in Roosendaal im Südwesten des Landes bei einem Streit zwischen zwei Familien mit einer Gabel erstochen, berichtete die Polizei. Der Vater des Opfers erlitt vor Schreck einen Herzschlag.

In Rotterdam kam am Neujahrsmorgen ein Mann bei einer Schiesserei an einem Party-Zentrum ums Leben. Dort war es zuvor zu Zusammenstössen zwischen Polizisten und Feiernden gekommen. Bei Eindhoven starb ein Mann, als eine Ladung Feuerwerkskörper in seinem Gesicht explodierte, berichtete die Polizei am Sonntag.

In Frankreich wurden in der Silvesternacht 425 Autos in Brand gesteckt. Das waren deutlich mehr als vor einem Jahr, teilte der nationale Polizeichef Michel Gaudin am Morgen mit. Vor einem Jahr waren in der Nacht des Jahreswechsels 333 Fahrzeuge überwiegend in Einwanderervierteln in Flammen aufgegangen.

Das befürchtete Wiederaufflammen der schweren Jugendunruhen vom Oktober und November blieb allerdings aus. Ein massives Aufgebot von 25 000 Beamten, davon allein 4500 in Paris, war eingesetzt, um schwerwiegendere Zwischenfälle zu verhindern.

Das Anzünden von Autos in der Silvesternacht ist in den sozialen Randvierteln französischer Grossstädte fast schon zur Gewohnheit geworden.

(sda)

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