SVP-Glarners Vater: «Schau, da kommt wieder so ein Stammeshäuptling»
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SVP-Glarners Vater«Schau, da kommt wieder so ein Stammeshäuptling»

Der Dokfilm «Inside Bundeshaus» erhitzt die Gemüter. Hans-Rudolf Glarner schiesst gegen schwarze Einwanderer im Park, Sohn Andreas legt nach.

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In einem öffentlichen Park schiesst Hans-Rudolf Glarner gegen die anwesenden dunkelhäutigen Menschen. (Video: SRF)

Das Schweizer Fernsehen hat gestern Abend den Streit um die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative in einem Dokfilm beleuchtet. Dabei begleitete die Filmcrew vier Politiker und zeigte auch deren Privatleben. Mit von der Partie ist auch SVP-Asylchef Andreas Glarner, der in einer Szene mit seinem Vater Hans-Rudolf Glarner durch einen Park in Glarus schlendert, in dem sich dunkelhäutige Personen aufhalten.

Kaum treffen die beiden auf das erste Grüppchen junger afrikanischstämmiger Männer, legt Vater Glarner los. «Jetzt kommen wir wieder auf Schwarz, schau, da siehst du jetzt wieder ein paar. Das ist auch wieder ein kleiner Teil der Auswahlsendung.»

«Schau, da kommt wieder so eine»

Vielfach seien sie fast barfuss unterwegs und würden die Ware herumwerfen und alles liegen lassen «wie die Hühner den Dreck». Es gebe aber natürlich auch Anständige darunter. Dann sitzen Glarner und sein Vater auf der Parkbank und reden über die Kindheit von Glarner junior und die italienischen Einwanderer in der Nachbarschaft. «Das sind ja fast Wunschkandidaten, wenn man sieht, was wir heute so bekommen.»

Da läuft eine dunkelhäutige Mutter mit ihrem Kind an den beiden vorbei. Vater Glarner kommentiert ungeniert: «Schau, da kommt wieder eine, so ein Stammeshäuptling.»

«Seit Schwarze da sind, ist der Park deutlich schmutziger»

«Die Bezeichnung ‹Stammeshäuptling› ist wahrscheinlich ein bisschen hart. Aber insgesamt finde ich seine Aussagen über dunkelhäutige Personen nicht so tragisch», kommentiert Andreas Glarner im «Blick» die Aussagen seines Vaters.

Denn im Volksmund werde der Volksgarten in Glarus längst als «Schwarzwald» bezeichnet, «weil es so viele Schwarze dort hat», sagt Andreas Glarner. Und es sei «ein Fakt», dass der Park «seither deutlich schmutziger ist als zuvor».

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