Schauerspiel
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Schauerspiel

Schrecken der Pubertät: Junge Zürcher Theaterleute setzen die Comics der «Black Hole»-Serie in Szene – im Zürichberg-Wald.

Seattle in den Siebzigerjahren: Chris und Keith haben sich mit einer mysteriösen Krankheit angesteckt — einer Krankheit, die nur Teenies befällt. Sie bekommen ein paar Beulen, einen hässlichen Ausschlag, manche bilden neue Körperteile oder verwandeln sich gar in Monster. Dies scheint die Strafe dafür zu sein, dass die Jugendlichen ihrer spiessigen Umwelt zu entfliehen versuchten — mit Sex und Drogen.

«Black Hole», die fünfteilige Comic-Serie von Charles Burns, lehrt uns das Fürchten. In seinen Zeichnungen beschreibt der Illustrator eine furchterregende, abschreckende Welt, die den Betrachter in einen unglaublichen Sog zieht. Basierend auf der Geschichte der ausgegrenzten Jugendlichen haben sich junge

Theatermacher wie die 28-jährige Projektleiterin Seraina Dür ein besonderes Spektakel ausgedacht: Mitten im Zürichberg-Wald, nachts, findet die Vorführung von «Black Hole» statt. Aus «sicherer» Distanz können die Zuschauer das schaurige Leben der verstossenen und einsamen Teenies verfolgen, die im Wald vergeblich versuchen, sich ein neues Leben aufzubauen.

Kerstin Netsch

Premiere: Donnerstag, 11.Mai, Treffpunkt: Bergstation der Seilbahn Rigiblick um 21 Uhr, Reservationen unter Telefon 043 305 43 66 oder über theaterandersihl@hmt.edu; weitere vorstellungen bis 28. Mai.

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