Aktualisiert 16.03.2006 16:35

Schauspielhaus-VR prüft Klage gegen Unia

Im Zusammenhang mit dem Streik am Zürcher Schauspielhaus vom Januar prüft der Verwaltungsrat eine Klage gegen die Gewerkschaft Unia.

Er stuft den mehrtägigen Streik als Verstoss gegen den Gesamtarbeitsvertrag ein. Die Klage-Absicht des Verwaltungsrats, in dem auch der Zürcher Stadtrat vertreten ist, geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine dringliche parlamentarische Anfrage der SVP im Gemeinderat hervor. Der Stadtrat bezeichent darin den viertägigen Streik als «gesamtarbeitsvertragswidrig» und «unverhältnismässig».

Aus der Antwort geht ferner hervor, dass der Streik des grössten Teils der 152 technischen Angestellten des Schauspielhauses einen Ausfall an Vorstellungs-Einnahmen von rund 90 000 Franken brachte.

Hinzu kämen weitere Sonderaufwendungen und Anwaltskosten. Da jedoch das Schauspielhaus für die Streikzeit keine Löhne bezahlte, belaufe sich der wirtschaftliche Nettoschaden für das Schauspielhaus letztlich auf rund 70 000 Franken.

Wegen des Streiks musste der Verwaltungsrat der fest angestellten Belegschaft der Technik und der Administration eine Anhebung der Lohneinstufung um ein Prozent für die laufende und ein weiteres Prozent für die nächste Spielzeit zusichern.

Dies entspreche jeweils rund 70 000 bis 80 000 Franken pro Jahr. Gleichzeitig habe aber die Gewerkschaft das ursprünglich abgelehnte städtische Lohnsystem akzeptiert.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.