Radio 105: Schawis Konkurrenz prüft neue Angebote
Aktualisiert

Radio 105Schawis Konkurrenz prüft neue Angebote

Roger Schawinskis Übernahmeangebot für Radio 105 wird morgen publiziert. Radio Energy und Joiz TV wollen in den nächsten Tagen entscheiden, ob sie nochmals bieten.

von
blu

Radio-1-Besitzer Roger Schawinski ist mit seinem Angebot für die Rettung des in Konkurs gegangenen Radiosenders 105 der Höchstbietende. Das von Schawinski vorgelegte Angebot sei vom Konkursverwalter als besser bewertet worden als alle anderen, hiess es in einer Mitteilung. Am Dienstag werde die Höhe des Angebots im «Handelsamtsblatt» veröffentlicht. Die übrigen Interessenten hätten danach fünf Tage Zeit, ein höheres Angebot einzureichen.

Gespannt auf diese Veröffentlichung ist unter anderem DJ-Radio-Inhaber Egon Blatter, der sich ebenfalls für den Kauf der Konzession interessiert. Mit seinem Angebot war er in der ersten Runde unterlegen. Von Aufgeben sei aber noch nicht die Rede: «Ich will zuerst sehen, wie hoch das Angebot ist, und prüfen, was es alles umfasst. Erst dann werde ich über ein weiteres Angebot entscheiden.»

«Das wäre too much»

Die Konzession habe für jedes Unternehmen einen anderen Wert. Ob er Schawinskis Angebot überbieten wolle, hänge davon ab, ob die Höhe des Betrags und die Mitarbeiterübernahme für ihn noch realistisch seien. «Wenn etwa zehn Mitarbeiter übernommen werden müssen und über 18'000 Franken Monatsmiete gefordert sind, werde ich wohl nicht mehr mitbieten.» Das wäre «too much», so Blatter.

Auch bei Radio Energy ist man gespannt: «Wir warten nun die Publikation des Angebots von Radio 1 ab, analysieren die Situation neu und prüfen, ob wir nochmals mitbieten werden», sagt Geschäftsführer Dani Büchi. Der TV-Sender Joiz hat ebenfalls Interesse an der Konzession des Jugendradios bekundet. Am Montag wollten die Senderverantwortlichen dazu jedoch keine Stellung nehmen.

105-Hörer schweigen

Mitinteressenten sind unter anderem auch 105-Hörer Philipp Langer und sein Freund Fabian Geisser, die den Radiosender mit der Gründung einer Aktiengesellschaft retten wollen. Ob sie genügend Kapital aufbringen könnten und die anderen Bieter ausstechen wollen, wird sich in fünf Tagen zeigen. Sie haben sich am Montag nicht dazu geäussert.

Deine Meinung