Kleider per Klick: Scheiss auf die Umkleide - wir kaufen online!
Aktualisiert

Kleider per KlickScheiss auf die Umkleide - wir kaufen online!

Muntere Shopping-Touren unter Mädels? Das war einmal! Auch Männer müssen ihre Frauen nicht mehr stundenlang durch die Läden begleiten. Denn unsere Umfrage zeigt: Die Schweizerin von heute shoppt online.

von
Viktoria Weber
Vor allem Frauen kaufen Schuhe und Kleider im Internet ein. Rund 43 Prozent gaben bei einer Umfrage von 20 Minuten Online an, dies «ganz oft» zu tun.

Vor allem Frauen kaufen Schuhe und Kleider im Internet ein. Rund 43 Prozent gaben bei einer Umfrage von 20 Minuten Online an, dies «ganz oft» zu tun.

In Deutschland gaben Konsumenten im Jahr 2011 für Waren im Internet so viel Geld aus wie nie zuvor. Mit 21,7 Milliarden Euro übertraf der Umsatz des Online-Handels erstmals die 20-Milliarden-Euro-Marke, so der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh). Das entspricht einem Zuwachs von 18,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.

Kommen Online-Shopping-Angebote bei den Schweizer Konsumenten genauso gut an? Um das herauszufinden, lancierte 20 Minuten Online eine Umfrage. Der Schwerpunkt lag dabei vor allem auf dem Kauf von Kleidung im Internet. An der nicht repräsentativen Befragung nahmen 3078 Personen teil und die Ergebnisse sprechen eine ähnliche Sprache wie die Nachrichten aus Deutschland: 73,6 Prozent der Befragten gaben an, «ein paar Mal» oder sogar «sehr oft» online Kleidungsstücke oder Schuhe einzukaufen.

Vor allem weibliche Online-Shopper

Die Umfrage des deutschen Branchenverbands ergab, dass es vor allem Frauen sind, die den Online-Handel ankurbeln. Denn die weiblichen Versandhandelskunden machen 58 Prozent des Umsatzes aus. Ein ähnliches Ergebnis ergab die Studie von 20 Minuten Online. Auf die Frage, ob man online Kleidungsstücke und/oder Schuhe einkauft, gaben 42,6 Prozent der Frauen die Antwort «Ja, das mache ich ganz oft». Bei den Männern wählten nur halb so viele diese Antwort aus.

Man könnte meinen, die Online-Shopper wollten die schrecklichen Kabinen, in denen man meist eher weniger gut aussieht, umgehen und kauften deswegen im Internet ein. Doch falsch gedacht! Viel wichtiger ist ihnen, dass das Angebot auf der virtuellen Shopping-Meile viel grösser ist und man dort die günstigeren Angebote findet. Ausserdem spare man einerseits Zeit beim Einkaufen und habe gleichzeitig mehr Zeit, sich die ausgesuchten Stücke in Ruhe zu Hause anzuschauen.

Ein Argument für den Erfolg der Online-Shops liefert möglicherweise der folgende Aspekt: Offenbar sind die Befragten grösstenteils sehr zufrieden mit den Abläufen des virtuellen Einkaufens: Lediglich bei 1,6 Prozent der Befragten ist mal eine Bestellung auf dem Weg verloren gegangen, bei 74,8 Prozent liefen die Einkäufe dagegen pünktlich und reibungslos ab.

Skeptiker können noch bekehrt werden

Zeigten sich zwar 26,4 Prozent der Befragten skeptisch dem Einkauf von Kleidern und Schuhen im Internet gegenüber, so geben 87,4 Prozent dieser Gruppe dennoch für andere Dinge online Geld aus. Bücher, Filme und elektronische Geräte wie Fernseher, Computer oder mp3-Player kauft auch diese Gruppe der Befragten gerne online ein.

Und wer jetzt noch nicht den klassischen Kleidergeschäften den Rücken gekehrt hat, um das Shopping-Erlebnis online abzuhandeln, der wird dies vielleicht noch tun. Denn auf die Frage «Werden Sie vielleicht noch irgendwann zum Online-Shopper?» sträubten sich lediglich 35 Prozent der Befragten gänzlich dagegen.

Ohne «echte» Geschäfte gehts dann doch nicht

Wie es aussieht, sind die Leser von 20 Minuten Online also begeisterte Online-Shopper. Doch könnten sie deswegen gänzlich auf das klassische Einkaufen verzichten? Nein, das würde dann doch zu weit gehen. Lediglich 19,1 Prozent finden, dass das Internet zum Shoppen «auf jeden Fall» ausreicht. Deutlich mehr als die Hälfte möchte dagegen nicht auf das «echte» Einkaufserlebnis verzichten. Wie sich die klassischen Geschäfte jedoch halten sollen, wenn immer mehr Leute das Internet zum Einkaufen nutzen, bleibt fraglich.

(Mit Informationen der Nachrichtenagentur dapd)

Befragungsdaten:

An der nicht repräsentativen Umfrage von 20 Minuten Online nahmen 3078 Personen teil, davon 1307 Frauen und 1771 Männer. Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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