Enttäuschte Thuner: Schenkel:« Das Eigentor war ein Schock»
Aktualisiert

Enttäuschte ThunerSchenkel:« Das Eigentor war ein Schock»

Ein Eigentor von Lukas Schenkel hat Thuns 0:2-Niederlage gegen Dynamo Kiew eingeleitet. Trotzdem glaubt der Verteidiger, dass diesmal gegen die Ukrainer mehr möglich gewesen wäre.

von
Peter Berger

Thuns Pechvogel Lukas Schenkel.

Die Gemütslage im Lager der Thuner war wie schon nach der 0:3-Klatsche in Kiew auch nach dem Rückspiel nicht gerade erfreut. Vor allem das Eigentor wurmte, speziell Verursacher Lukas Schenkel. «Das war ein Schock. Mental konnten wir das aber nach einer gewissen Zeit wegstecken und wieder nach vorne spielen. Leider taten wir dies zu wenig geduldig.» Der Innenverteidiger trauert vor allem der verpassten Chance nach: «Kiew wäre diesmal zu packen gewesen.» Nach der Niederlage liegen die Thuner nun fünf Zähler hinter Genk und vier hinter Kiew. «Solange theoretisch noch alles möglich ist, werden wir Vollgas geben», betont Schenkel vor den zwei abschliessenden Partien bei Rapid Wien und gegen Genk.

Trainer Urs Fischer mochte sich noch keine Gedanken zur Ausgangslage machen. «Vielmehr suche ich noch nach der Analyse. Die ist diesmal schwierig. Denn vieles war gut, die entscheidenden Dinge aber eben nicht.» Damit sprach der Coach vor allem die Chancenauswertung an. Christian Schneuwly nach 27 Sekunden und Berat Sadik nach sieben Minuten hatten Top-Möglichkeiten vergeben. «Wenn man international bestehen will, muss man eine dieser Chancen verwerten», hielt Fischer fest. Der Zürcher sah jedoch auch die Rote Karte gegen Dynamos Kongolesen Dieumerci Mbokani als Knackpunkt. «Dieser Platzverweis war das Dümmste, das uns passieren konnte.» Denn danach riss bei den Thunern der Faden. Sie agierten plötzlich zu überhastet und zu ungenau. «Wir hätten noch drei Stunden länger spielen können, wir hätten dennoch kein Tor erzielt», so Fischer.

Mbokani drohen Sanktionen

Kiews Rotsünder Mbokani drohen Sanktionen. «Sein Verhalten ist eine absolute Frechheit. Er hat die Mannschaft im Stich gelassen. Ich werde mich mit dem Präsidenten absprechen und dann entscheiden, was mit ihm geschieht», ärgerte sich Trainer Oleg Blochin auch nach Spielschluss noch über die Szene nach 17 Minuten. Schiedsrichter Turpin wollte den Kongolesen ermahnen und zitierte diesen zu sich. Doch der Afrikaner lief demonstrativ davon, was ihm die gelbe Karte einbrachte. Weil Mbokani den Ref umgehend beleidigte, flog er vom Platz.

Auch Thun droht Strafe

Der FC Thun dürfte nach dieser Partie ebenfalls noch mit einer Strafe belegt werden. Den Berner Oberländern droht eine Busse, weil Dynamos Verteidiger Aleksander Dragovic (ex Basel) während einer Pflege vor der FCT-Fankurve von einem Feuerzeug getroffen worden war. Der Schiedsrichter notierte den Vorfall.

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