Volketswil ZH: Scheune brennt - Anwohner in Panik

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Volketswil ZHScheune brennt - Anwohner in Panik

Ein Grossbrand in Volketswil ZH hat mehrere Anwohner in der Nacht auf Freitag geweckt. «Der Anblick war grausig», sagt Denis Gsponer. Der Sachschaden der ausgebrannten Scheune beläuft sich auf mehrere 100'000 Franken, wie die Kapo Zürich meldet.

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In Volketswil ZH ist in der Nacht auf Freitag bei der Zentralstrasse eine Scheune komplett ausgebrannt. Verletzt wurde niemand, wie die Kantonspolizei Zürich meldet. Die Alarmierung wurde kurz nach 01.00 Uhr durch einen Anwohner ausgelöst. Als die Feuerwehr mit einem Grossaufgebot vor Ort eintraf, stand die Scheune bereits in Vollbrand. Ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Gebäude konnte verhindert werden. Durch die Hitze gingen jedoch einige Fensterscheiben eines Mehrfamilienhauses zu Bruch. Die Scheune sowie die darin abgestellten Fahrzeuge brannten vollkommen aus. Der entstandene Schaden wird auf mehrere 100'000 Franken geschätzt.

Mehrere Leser-Reporter sind vom Grossbrand in Volketswil geweckt worden und haben die Zerstörung der Scheune live miterlebt. Daniela Zwahlen wohnt gegenüber des Schopfs und erwachte um 01.00 Uhr in der Nacht: «Ich dachte zuerst an einen Amoklauf, es hörte sich an, als ob jemand mit einer Pistole herumschiessen würde.» Sie und ihr Freund seien auf den Balkon gerannt, um nachzuschauen. «Ich sah die Flammen direkt vor mir, sie waren haushoch.»

Zwahlen alarmierte umgehend die Polizei, dort teilte man ihr mit, die Feuerwehr sei bereits informiert. «Es dauerte dann aber eine gefühlte Ewigkeit, bis sie auftauchten.» Die zwei beobachteten vom Balkon aus, wie Jugendliche grosse Motorräder aus der brennenden Scheune retteten. «Als die Polizei und die Feuerwehr eintrafen, war die Scheune nur noch Schutt und Asche», so Zwahlen.

«Beängstigend und eindrücklich»

Während rund eineinhalb Stunden habe man das Haus noch von einem Kran aus mit Wasser überschüttet. «Es war ein krasses Gefühl, ich hatte Angst, dass sich der Brand auf unser Haus ausbreitet.» Die Hitze sei bis auf ihren Balkon spürbar gewesen, «es war beängstigend und eindrücklich gleichzeitig».

Auch Denis Gsponer, der direkt neben dem Haus wohnt, wurde vom Lärm des brennenden Schopfs geweckt. «Der Anblick war ziemlich grausig.» Er sei zum brennenden Haus gerannt und habe dort den Besitzer angetroffen. «Er sagte mir, dass hinter der Scheune ein Wohnwagen stehe - mit einer Gasflasche drin.» Als er heute morgen am Gebäude vorbeikam, sei davon nicht mehr viel übrig gewesen. «Was da einmal stand, ist unmöglich zu erkennen.» Der Grund für den Brand ist noch unklar.

Quelle: Leser-Reporter

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