Aktualisiert 05.03.2008 01:15

Schicksalswahl: Ansturm der Wähler

Der dramatische Kampf der demokratischen Präsidentschaftsbewerber hat bei den jüngsten Vorwahlen in den USA ungewöhnlich viele Menschen an die Urnen gelockt. Ersten Schätzungen des US-Senders CNN zufolge wird Obama die Vorwahl von Vermont gewinnen.

Wenige Stunden vor Schliessung der Wahllokale in Bundesstaaten Texas, Ohio, Vermont und Rhode Island berichteten US-Fernsehsender von einer besonders hohen Wahlbeteiligung.

Der Fernsehsender CNN berichtete kurz nach ein Uhr MEZ, Senator Barack Obama werde die Vorwahl in Vermont voraussichtlich gewinnen. Bei den Republikanern sah der TV-Sender John McCain als Sieger.

Nachdem Obama elf Siege in Folge bei Vorwahlen errungen hat, gelten die Abstimmungen als entscheidend für das politische Schicksal von Senatorin Hillary Clinton.

Überragende Bedeutung haben vor allem die Entscheidungen in Texas und Ohio, wo insgesamt 389 Delegierte für den Nominierungsparteitag Ende August in Denver bestimmt werden. Den jüngsten Umfragen zufolge zeichnete sich in beiden Staaten eine Trendwende zugunsten Hillary Clintons ab.

In beiden Parteilagern wurde jedoch ein knappes Ergebnis erwartet. Bis Juni stehen bei den Demokraten noch Vorwahlen in elf weiteren Bundesstaaten an. (sda)

Mini-Super-Tuesday

Am heutigen Dienstag finden Vorwahlen in Ohio, Rhode Island, Texas und Vermont statt. Im Mittelpunkt des Interesses stehen die beiden bevölkerungsreichen Staaten Ohio und Texas. Sie können den Ausschlag geben, wer für die Demokraten als Präsidentschaftskandidat ins Rennen steigt. Das Rennen scheint völlig offen, tendenziell lag in den Umfragen Clinton im Industriestaat Ohio und Obama in Texas vorne. Ihm kommt das dortige, sehr komplizierte Wahlsystem entgegen. Nach dem Urnengang können die Wähler dort zusätzlich an einem Caucus teilnehmen. In solchen offenen Parteiversammlungen war der Senator aus Illinois bislang klar im Vorteil gegenüber Hillary Clinton.

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