Aktualisiert 06.03.2010 12:35

Spöttelnder Putin«Schickt uns lieber euer Salo»

Lieber Speck als Chaos: Als der russische Ministerpräsident den ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch in Moskau traf, um dessen Regierungsantritt zu feiern, konnte Putin eine ironische Bemerkung nicht verkneifen.

Ob das Pferd auch gerne Salo kosten würde? Putin - posierend für die Kamera - in Khakassia im Februar 2010.

Ob das Pferd auch gerne Salo kosten würde? Putin - posierend für die Kamera - in Khakassia im Februar 2010.

Russland Ministerpräsident Wladimir Putin will aus dem Nachbarland Ukraine lieber Schweinespeck als die dortigen politischen Zustände importieren. Zuvor hatte Janukowitsch sich über das politische Chaos in seinem Land in den vergangenen Jahren beschwert - worauf Putin einwarf, er könne Instabilität auch nicht leiden. «Schickt uns lieber euer Salo», sagte der Russe, womit er auf die beliebte ukrainische Schweinespeck-Delikatesse anspielte.

Putin liess auch eine ironische Bemerkung zu seinen vorschnellen Glückwünschen an Janukowitsch nach der Präsidentenwahl vor fünf Jahren nicht aus. Er sei «wahrscheinlich einer der ersten» gewesen, der ihm noch am Wahlabend im Februar gratuliert hätten, witzelte Putin.

Putin - damals noch russischer Präsident - hatte Janukowitsch im November 2004 noch vor der Verkündung des offiziellen Ergebnisses gratuliert. Janukowitsch war damals zunächst zum Wahlsieger erklärt worden.

Wegen Betrugsvorwürfen gingen aber zehntausende Menschen bei der Orangenen Revolution auf die Strasse. Die Justiz erklärte Janukowitschs Sieg schliesslich für ungültig.

(sda)

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