Aktualisiert 21.01.2016 20:07

Schlechter Verlierer

Schiedsrichter kassiert Korb und sorgt für Eklat

Santiago Quijada Alcón wollte einen Frauenfussball-Match in Spanien zu eigenen Zwecken nutzen. Nun steht der Referee am Pranger.

von
kai

Santiago Quijada Alcón ist in die Schusslinie geraten. Der Schiedsrichter leitete die Partie zwischen den spanischen Frauen-Teams von Sporting Club Huelva und Santa Teresa CD, als er sich kurz vergass und gemäss der Nachrichtenagentur Efe zur rumänischen Huelva-Verteidigerin Elena Pavel sagte: «Hey Braunhaarige, lass uns heute Nachmittag einen Kaffee trinken gehen.» Die Angesprochene erwiderte: «Konzentrier dich besser aufs Pfeifen.»

Der Unparteiische verkraftete die Abfuhr offensichtlich nicht und provozierte Pavel weiter. Später stellte er zwei Huelva-Akteurinnen vom Platz und unterschlug dem Team einen klaren Penalty. Die Partie endete 2:3. Pavel sagte nach dem Schlusspfiff: «Ich habe den Glauben an den Fussball und an Fairplay verloren. Ich fühle mich hilflos und erniedrigt. In all den Jahren, in denen ich Fussball gespielt habe, habe ich mich noch nie so geschämt.»

Schiedsrichter-Chef ist skeptisch

Quijada Alcón bestreite die Vorwürfe vehement, meldet José Antonio Cidoncha, Präsident der regionalen Schiedsrichter-Kommission. «Er hat mir versichert, dass er nichts von dem gesagt hat, was die Spielerin behauptet. Ich glaube ihm.» Cidoncha hat dem Betroffenen geraten, sich nicht öffentlich zu äussern, bis die juristischen Untersuchungen abgeschlossen sind. «Die Vorwürfe müssen zuerst bewiesen werden, sonst kann diese Geschichte dem Schiedsrichter und auch dem Club irreparable Schäden zufügen», sagt er.

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