Bundesliga geschockt: Schiedsrichter Rafati wollte sich umbringen
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Bundesliga geschocktSchiedsrichter Rafati wollte sich umbringen

Das Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und Mainz wurde am Samstag nach einem Selbstmordversuch von Schiedsrichter Babak Rafati verschoben.

FIFA-Schiedsrichter Babak Rafati wollte sich das Leben nehmen.

FIFA-Schiedsrichter Babak Rafati wollte sich das Leben nehmen.

Der Referee war nicht im Rhein-Energie-Stadion erschienen. Er hatte sich in einem Kölner Hotel versucht, das Leben zu nehmen.

Babak Rafati war in sehr kritischem Zustand in ein Kölner Spital gebracht worden. Erst rund drei Stunden später gab es eine erste Entwarnung. Rafati war nicht mehr in Lebensgefahr. In dieser Konstellation war an eine Austragung der Partie Köln - Mainz nicht zu denken. Ohnehin wäre es in der kurzen Zeit, Rafatis Selbstmordversuch wurde erst 40 Minuten vor dem Anpfiff bekannt, nicht möglich gewesen, ein Ersatz-Schiedsrichterteam zu nominieren.

Bankkaufmann Rafati pfeift seit 2005 in der 1. Bundesliga und hat seither 84 Partien in der höchsten Spielkasse geleitet. Seit 2008 war er FIFA-Schiedsrichter. Allerdings wurde Rafati seit zwei Monaten vom DFB nicht mehr für internationale Einsätze nominiert. Der 41-Jährige war wiederholt heftiger Kritik ausgesetzt. Die Professionals der Bundesliga «wählten» ihn in Umfragen schon dreimal zum «schlechtesten Schiedsrichter».

Wann die Partie Köln - Mainz nachgeholt wird, ist noch nicht klar. Kölns Sportdirektor Volker Finke erklärte an einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz, dass das Spiel «auf keinen Fall schon am nächsten Dienstag» stattfinden wird. (si)

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