Im Tessin vom Zug erfasst: «Schienenarbeiter war gewissenhafter Profi»
Aktualisiert

Im Tessin vom Zug erfasst«Schienenarbeiter war gewissenhafter Profi»

Eine Kollision zwischen einem Zug und zwei Schienenarbeitern fordert ein Todesopfer. Der zweite Mann wurde ins Spital gebracht. Der Tote hinterlässt Frau und Kinder.

von
fss/vro
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Zwei Schienenarbeiter sind von einer S-Bahn erfasst und schwer verletzt worden.

Zwei Schienenarbeiter sind von einer S-Bahn erfasst und schwer verletzt worden.

Rescue Media
Der Unfall ereignete sich beim Portal des Gotthardtunnels in Airolo TI.

Der Unfall ereignete sich beim Portal des Gotthardtunnels in Airolo TI.

Keystone/Francesca Agosta
Einer der Männer wurde beim Unfall getötet.

Einer der Männer wurde beim Unfall getötet.

Keystone/Francesca Agosta

Am Dienstagmorgen wurden in Airolo TI zwei Schienenarbeiter von der S-Bahn der TILO erfasst und schwer verletzt. Wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt, verstarb ein 40-jähriger Mann an den Verletzungen.

Tödlicher Unfall am Gotthard-Südportal

Eine S-Bahn hat in Airolo zwei Schienenarbeiter erfasst. Ein Mann erlag seinen Verletzungen. (Video: SDA)

Der zweite Verletzte wurde mit dem Helikopter der Rega ins Spital geflogen. Bislang gibt es keine näheren Angaben zu seinem Gesundheitsstatus. Das Unglück erreignete sich am Eingang des Gotthardtunnels.

Unglücksursache noch unklar

Gemäss der Bahnverkehrsinformation war die Gotthard-Bergstrecke zwischen Göschenen UR und Airolo bis am Nachmittag gesperrt. Seit 15 Uhr ist die Störung behoben, es können noch Folgeverspätungen auftreten.

Wieso die beiden Männer zum Zeitpunkt der Zugdurchfahrt auf den Schienen arbeiteten, ist noch unklar. Sie hatten entlang der Gleise Kontrollen durchgeführt. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet.

Todesopfer war laut Bekannten gewissenhafter Bähnler

Im Zug befanden sich laut Polizei fünf Personen. Der tödlich verunglückte SBB-Bahnarbeiter war ein 40-jähriger Schweizer. Sein schwer verletzter 39-jähriger Kollege ist ebenfalls Schweizer. Freunde des Verstorbenen sagen zu 20 minuti, dass es sich um einen erfahrenen Bähnler gehandelt habe. Früher war der ursprünglich aus Salento (I) stammende Mann in der italienischen Armee tätig. Seit einigen Jahren arbeite er für ein Bahnsicherheitsunternehmen.

Das Opfer wohnte in Bellinzona und hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Er sei ein gutmütiger Mensch und gewissenhafter Profi gewesen, so die Bekannten. «Auf den Gleisen macht man keine Scherze und spielt nicht den Helden», habe er immer gesagt.

(fss/vro/sda)

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