Nach Drohungen und bizarrem Vandalismusvorfall – 15-Jähriger tötet mehrere Mitschüler an High School in Michigan
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Nach Drohungen und bizarrem Vandalismusvorfall15-Jähriger tötet mehrere Mitschüler an High School in Michigan

An einer High School in Michigan eröffnete ein Schütze das Feuer. Neben vier Verstorbenen gibt es sieben Verletzte. Ein 15-Jähriger befindet sich in Gewahrsam.

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Ein Schütze hat an einer High School in Oxford im US-Bundesstaat Michigan das Feuer eröffnet und nach ersten Erkenntnissen mindestens drei Schüler getötet. Eine Schülerin verstarb später im Spital.

Ein Schütze hat an einer High School in Oxford im US-Bundesstaat Michigan das Feuer eröffnet und nach ersten Erkenntnissen mindestens drei Schüler getötet. Eine Schülerin verstarb später im Spital.

AFP
Bei dem mutmasslichen Täter handele es sich um einen 15 Jahre alten Zehntklässler der Oxford High School nördlich der Metropole Detroit. 

Bei dem mutmasslichen Täter handele es sich um einen 15 Jahre alten Zehntklässler der Oxford High School nördlich der Metropole Detroit.

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Der Verdächtige wurde innerhalb von fünf Minuten nach dem ersten Notruf gefasst, der um 12.51 Uhr (18.51 Uhr MEZ) eingegangen war.

Der Verdächtige wurde innerhalb von fünf Minuten nach dem ersten Notruf gefasst, der um 12.51 Uhr (18.51 Uhr MEZ) eingegangen war.

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Darum gehts

  • An einer Schule im US-Staat Michigan kam es zu einer Schiesserei.

  • Der 15-jährige Angreifer tötete drei Personen und verletzte acht weitere.

  • Eine verwundete 17-Jährige verstarb später im Spital.

  • Die Polizei nahm den Verdächtigen fest.

Ein 15-jähriger Schüler hat an seiner Highschool im US-Staat Michigan drei Mitschüler erschossen und acht weitere Menschen verletzt. Der Täter wurde kurz darauf von der Polizei festgenommen. Das Motiv für die Tat an der Oxford High School in Oxford Township sei nicht bekannt, erklärten die Behörden. Die Gemeinde mit rund 22’000 Einwohnern und Einwohnerinnen liegt etwa 50 Kilometer nördlich von Detroit.

Die Beamten und Beamtinnen hätten den Schützen wenige Minuten nach den Schüssen gestellt und ihn festgenommen, sagte der Polizeichef von Oakland County, Mike McCabe, auf einer Pressekonferenz. Er habe die Waffe noch bei sich gehabt und sei nicht verletzt worden. Bei dem Täter wurden eine halb automatische Waffe und mehrere Magazine sichergestellt. Zwei der Verletzten würden operiert, die sechs anderen seien in stabilem Zustand, sagte McCabe. Bei den Todesopfern handele es sich um einen 16-jährigen Jungen und zwei Mädchen im Alter von zwölf und 17 Jahren. Wie später bekannt wurde, erlag das 17-jährige Mädchen im Spital ihren Verletzungen.

Täter war bisher nie polizeilich aufgefallen

Die Schule wurde abgeriegelt, einige Schüler und Schülerinnen mussten sich in verschlossenen Klassenzimmern aufhalten, während die Beamten und Beamtinnen das Gebäude durchsuchten. Kurz nach 14 Uhr sei ein Rettungshelikopter auf dem Parkplatz der Schule gelandet.

McCabe sagte, die Ermittler und Ermittlerinnen wollten Beiträge in den sozialen Medien nach Hinweisen auf ein mögliches Motiv durchsuchen. Der festgenommene 15-Jährige sei nach seinen Informationen noch nie polizeilich aufgefallen.

Es gab Drohungen im Vorfeld

Eine Mutter berichtete, ihr Sohn, ein Zwölftklässler, sei am Dienstag nicht zum Unterricht gegangen, weil er von Drohungen gegen die Schule gehört habe. Auch andere Schüler und Schülerinnen hätten aus diesem Grund nicht in die Schule gehen wollen.

Die Schulleitung stellte in diesem Monat zwei Elternbriefe auf die Website der Schule, in denen sie auf Gerüchte über Drohungen nach einem bizarren Vandalismusvorfall reagierte. Laut einem Schreiben des Schulleiters, Steve Wolf, vom 4. November warf jemand einen Hirschkopf vom Dach der Schule in einen Innenhof, bemalte mehrere Fenster mit roter Acrylfarbe und verwendete dieselbe Farbe auf Beton in der Nähe des Schulgebäudes. Ohne auf diesen Vorfall einzugehen, wurde in einem zweiten Brief am 12. November versichert, dass es keine Drohungen gegen die Schüler und Schülerinnen oder das Gebäude gegeben habe.

Biden spricht Mitgefühl aus

In den USA kommt es immer wieder zu tödlichen Zwischenfällen, weil Schützen an Schulen das Feuer eröffnen. Schusswaffen sind in den Vereinigten Staaten verhältnismässig leicht zu bekommen. Strengere Waffengesetze scheitern in der Regel an den Republikanern im Kongress und an der mächtigen Waffenlobby. US-Präsident Joe Biden hat Massnahmen zur Eindämmung von Waffengewalt in Aussicht gestellt, bislang aber ohne konkrete Ergebnisse.

Biden sprach den Angehörigen der Opfer an der Oxford High School sein Mitgefühl aus. «Meine Gedanken sind bei den Familien, die den unvorstellbaren Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen ertragen müssen», sagte er bei einem Besuch im Bundesstaat Minnesota. Michigans Gouverneurin, Gretchen Whitmer, nannte die Tat «schrecklich». Sie teilte mit: «Wir haben die Verantwortung, alles zu tun, um uns gegenseitig zu schützen und wir haben die Mittel, um Waffengewalt zu reduzieren. Niemand sollte Angst haben, in die Schule, zur Arbeit, in ein Gotteshaus oder sogar in sein eigenes Haus zu gehen.»

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(afp/roa/chk)

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