Schiesserei auf Festareal – hunderte Besucher in Panik
Aktualisiert

Schiesserei auf Festareal – hunderte Besucher in Panik

Eine Prügelei auf dem Kasernenareal ist am Ende der 1.-Mai-Feier zu einer Schiesserei ausgeartet. Fünf Personen wurden verletzt, fünf verhaftet.

mit Schussverletzungen, drei mit Rissquetschwunden ins Spital gebracht werden. Es handelt sich um vier Türken und einen Schweizer. Die Verhafteten sind Türken. Der Schütze ist weiterhin flüchtig.

«Die Männer gingen gegen 22.45 Uhr mit Schlagstöcken aufeinander los. Plötzlich nahm jemand ein Gewehr hervor und begann zu schiessen», erzählte ein Augenzeuge. «Die Menschenmenge geriet in Panik, schrie und stürmte davon, einige warfen sich zu Boden.» Laut dem Untersuchungsrichter deuten die Patronenhülsen auf eine Kalaschnikow hin. Zum Zeitpunkt der Schiesserei befanden sich noch rund 1000 Besucher auf dem Festgelände.

Das 1.-Mai-Komitee verurteilt die Vorfälle aufs Schärfste. Der Organisation, welcher der Schütze angehört, droht der Ausschluss aus dem Komitee. «Wir bedauern es zudem sehr, dass es gerade beim diesjährigen, fast gewaltlosen 1. Mai zu so einem Vorfall kommen musste», so Walter Angst vom 1.-Mai-Komitee.

Die Schlägerei ist möglicherweise auf Grund politischer Differenzen ausgebrochen. Bereits während der Schlusskundgebung hatten sich Türken mit Kurden geprügelt.

Markus Fleischli

Schäden im Netz aufgelistet

Auch wenn der diesjährige 1. Mai als einer der friedlichsten in die Zürcher Annalen eingeht: Ohne Sachbeschädigung ging der Tag der Arbeit nicht über die Bühne.

Auf ihrer Internetseite listen Krawallbrüder gleich selber auf, wo sie gewütet haben. Zum Beispiel haben sie die Türe der Börse mit einer Petarde beschossen, die Fassaden der Oberstaatsanwaltschaft sowie einiger Banken mit Farbe und Steinen beworfen und mehrere Firmenautos von Adecco angezündet.

Die Stadtpolizei bestätigt die Sachbeschädigungen in der Höhe von «mehreren zehntausend Franken».

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