Aktualisiert 27.09.2005 22:36

Schiesserei in Basel

Ein 45-jähriger Schweizer schoss am Montagabend mehrmals aus seiner Wohnung am Walkeweg 16. Eine Sondereinheit der Polizei konnte ihn überwältigen.

Als es um 22.30 Uhr vier oder fünfmal knallte, erkannte Nachbarin Dora Borer sofort, dass es echte Schüsse waren: «Ich wusste zwar nicht genau, wo geschossen worden war, aber ich schloss sofort die Türe ab», so die 50-Jährige.

Kurze Zeit später – alarmiert von Nachbarn – stand die Polizei vor der Tür. Geschossen hatte ein Hausbewohner im ersten Stock. Die Polizei versuchte zunächst erfolglos, den Schützen aus der Wohnung zu locken, und bot dann die Sondereinheit Basilisk und die Verhandlungsgruppe für Geiselnahmen auf. Gerade als die Polizisten die Wohnung stürmen wollten, öffnete der

45-jährige Schütze die Tür. Er konnte überwältigt werden.

Im Zimmer fanden die Männer dann die 60-jährige Lebenspartnerin – lebend, aber unter grossem Schock. Das Motiv ist noch unklar. Laut Nachbarn lebten die beiden Schweizer sehr isoliert.

Christian Degen

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