Schiesserei in Pornokino: Freispruch
Aktualisiert

Schiesserei in Pornokino: Freispruch

Sie soll ihren Freund zum Amoklauf im Sexkino getrieben haben. Jetzt ist die 26-Jährige vom Hauptanklagepunkt freigesprochen worden.

Von der Anklage mit dem Hauptvorwurf der Anstiftung zum Mord war bereits im Verlaufe des Prozesses gegen die damalige Freundin des Täters nur ein geringfügiger Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz übrig geblieben. Der Staatsanwalt liess deshalb sowohl den Hauptvorwurf gegen die 26-jährige Spanierin als auch den Vorwurf der Vernachlässigung und Unterlassung der Beistandspflicht ihres Sohnes fallen. Das Gericht folgte mit seinem Urteil der Anklage, die letztlich noch für den Besitz von Ecstasy-Pillen fünf Tage Gefängnis auf Bewährung gefordert hatte. Bei einer Verurteilung für Anstiftung zum Mord hätte der 26-jährigen Spanierin eine Höchststrafe von zwölf Jahren Zuchthaus gedroht.

Am 19. Februar 2002 hatte der damalige 25-jährige Freund der Angeklagten mit seinem Sturmgewehr im Kino «Moderne» um sich geschossen und dabei einen 41-jähriger Mann getötet und zwei weitere Besucher verletzt. Nach der Tat brachte er sich selbst um. Als Motive hatte die Anklage den von seiner Freundin geförderten Hass des Täters gegen Homosexualität, Prostitution und Pornografie vermutet. (dapd)

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