«The Voice»: Schiesst die Songwahl am Publikum vorbei?
Aktualisiert

«The Voice»Schiesst die Songwahl am Publikum vorbei?

Knapp daneben ist auch an der Zielgruppe vorbei: Statt auf Rihanna oder Bruno Mars setzt man bei «The Voice» auf Roberta Flack und Tom Jones. Warum? Das SRF weiss mehr.

von
Lorena Sauter

Donna Summer und Barbara Streisand, Aretha Franklin und Annie Lennox, Roberta Flack oder Tom Jones: «The Voice of Switzerland» lässt sich offenbar von Hits aus dem letzten Jahrhundert inspirieren. Die Songauswahl der vergangenen zwei Battle-Sendungen missfiel wohl nicht nur Stress. «Es ist ein Song für alti Leute», bemängelte er am Mittwochabend, den 20. Februar, Marc Sways Wahl von Roberta Flacks «You've Got A Friend».

Denn statt auf gängige Charts-Musik müssen sich die Kandidaten mit Stücken aus Opas Jukebox zufriedengeben. Oder glauben Sie etwa, dass sich Gianna Nannini auf der Playlist einer Kandidatin Mitte 20 befindet?

Coaches für Lieder verantwortlich

Klar ist: Die Songauswahl liegt bei den Coaches selbst. «Es ist an den Coaches zu entscheiden, welcher Song aus ihrer Sicht am besten geeignet ist, um das Können der Talente zu testen», sagt Bernard Strapp, Medienverantwortlicher SRF, gegenüber 20 Minuten Online. Doch nach welchen Kriterien treffen Fankhauser und Co. ihre Auswahl? Strapp erklärt: «Die Coaches haben den Anspruch, einen Song auszusuchen, der zur jeweiligen Battle-Paarung passt und gleichzeitig eine Herausforderung für die Talents darstellt.»

Dass die Lieder an der Zielgruppe vorbeischiessen, glaubt Strapp aber nicht. «Es geht nicht darum, die aktuellsten Hits zu performen, sondern vielmehr darum, ein stimmiges Lied für das Battle zu finden», sagt er.

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