Wieder kein Sieg für Luzern – Ngamaleu rettet YB mit der letzten Aktion einen Punkt trotz Schiri-Bock

Wieder kein Sieg für LuzernNgamaleu rettet YB mit der letzten Aktion einen Punkt trotz Schiri-Bock

In einer dramatischen Partie vermiest Moumi Ngamaleu dem FC Luzern kurz vor Schluss den ersten Saisonsieg. Die Berner verpassen mit dem Remis den Sprung an die Tabellenspitze.

von
Eric Belot
Florian Gnägi

Dramatik pur in der Super League. Der zuvor noch sieglose FC Luzern schafft beinahe die Sensation gegen Meister YB und muss in letzter Sekunde den Ausgleichstreffer zum 1:1 hinnehmen.

Der Meister startete gewohnt druckvoll in die Partie und nahm das Zepter gleich von Beginn in die Hand. Michel Aebischer, Ullisses Garcia und Jordan Siebatcheu vergeben aber reihenweise beste Chancen und müssen dann zusehen, wie Teamkollege Christopher Martins mit einem Festhalten an Luzerns Marco Burch einen Penalty verschuldet. Marvin Schulz versenkt den fälligen Strafstoss in der 30. Minute trocken zur Führung für den FCL.

Für YB kommts noch bitterer, als Martins für ein Foul mit Gelb-Rot vom Platz fliegt. Eine harte, aber nicht falsche Entscheidung von Schiedsrichter Stefan Horisberger, der dann aber in der zweiten Halbzeit wieder in den Fokus gerät.

VAR übersieht Luzerner Fuss bei aberkanntem YB-Treffer

In der 55. Minute ereignet sich die Szene, die besonders bei den YB-Fans die Gemüter erhitzt. Nati-Star Christian Fassnacht erzielt den Ausgleich, der aber aberkannt wird, weil Moumi Ngamaleu zuvor im Abseits gestanden haben soll. Dem ist aber nicht so, weil der Pass auf den Kameruner zuvor von dem Luzerner Jordy Wehrmann kam.

YB blieb auch nach dem aberkannten Ausgleichstreffer und trotz Unterzahl am Drücker und versuchte mit allen Mitteln das 1:1 zu erzwingen. Ein ums andere Mal, machte aber Vaso Vasic die Berner Bemühungen zunichte. Der zuvor oft kritisierte Ersatz von Stammkeeper Marius Müller machte im Luzerner Tor eine sensationell starke Partie.

Ngamaleu sichert YB einen Punkt

Beinahe hätte es für den FCL sogar zum ersten Sieg in Bern gegen YB seit Oktober 2018 gereicht. Moumi Ngamaleu traf aber in letzter Sekunde noch zum 1:1 und rettet dem Meister damit zumindest einen Zähler.

Für YB steht nun gleich das nächste Heimspiel an. Die Berner empfangen am Mittwoch Villarreal in der Champions League. Luzern spielt erst am kommenden Sonntag wieder, dann zuhause gegen St. Gallen.

Die Stimmen zum Spiel

Fabio Celestini (Luzern): «Es ist schwierig für die Spieler, wenn du so spät den Ausgleich kassierst. Wir habe viele verletzte Spieler, aber die Mannschaft hat ein super Spiel gemacht. Wenn wir in jeder Partie so auftreten wie heute, dann bin ich zuversichtlich für die Zukunft. Leider habe ich unsere Mannschaft zuvor aber in vielen anderen Spielen nicht immer so stark gesehen wie heute. Vaso Vasic hat das heute super gemacht. Für ihn war es zuletzt auch nicht immer einfach.»

Michel Aebischer (YB): «Wenn ich unsere Leistung anschaue, hätten wir auch drei Punkte verdient gehabt. Es war ein guter Start am Anfang. Wir hatten Luzern so tief erwartet, und habens nicht schlecht gemacht. Dann kam der Penalty und die Gelb-Rote Karte, das war wie ein Schlag ins Gesicht. Wir habens danach aber super gemacht mit einem Mann weniger und haben uns einige Chancen erarbeitet. Es lief vieles gegen uns, aber wir haben gegen diese Widerstände angekämpft und uns schlussendlich den Punkt verdient.»

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Samstag, 16.10.2021

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YB belohnt sich in letzter Minute - bitter für Luzern

YB hatte über weite Strecken das Spiel im Griff und kam zu vielen hochkarätigen Chancen, konnte diese aber lange nicht verwerten. Martins verursachte im eigenen Strafraum einen Elfmeter für Luzern, den Schulz gekonnt verwertete. Kurz vor der Pause flog Martins gar mit Gelb-Rot vom Platz. In der zweiten Hälfte war davon aber nichts zu merken. YB rannte lange gegen den Rückstand an und belohnte sich in letzter Minute doch noch mit dem Ausgleich. Luzern verteidigte lange tapfer, wird schlussendlich für den defensiven Einsatz nicht belohnt. Der FCL bleibt damit auch nach dem zehnten Spiel sieglos.

Das Spiel ist aus

Abpfiff! YB und Luzern trennen sich 1:1. Was für ein Spiel!

YB feiert doch noch

Ausgleich für YB!

94' Der Damm ist gebrochen! Ngamaleu trifft. Von links kommt der Ball in die Mitte. Ein Luzerner lenkt noch leicht ab. Am weiten Pfosten steht Ngamaleu genau richtig und braucht nur noch die Fussspitze hinzuhalten. Damit belohnen sich die Berner für das Anrennen in letzter Minute doch noch! Bitter für die Luzerner.

Wieder kein Tor für YB

92' YB ist weiter in der Schlussoffensive. Beim Eckball wirft sich Mambimbi nach seinem geblockten Schuss mit vollem Körpereinsatz in Richtung Ball und trifft dabei Vasic. Damit ist wieder beim Luzerner Schlussmann Endstation.

Vier Minuten Nachspielzeit

91' Den Bernern bleibt nur noch wenig Zeit. Sie lassen die Luzerner kaum mehr aus dem eigenen Strafraum.

Luzern versucht wieder früher zu stören

88' Die Luzerner greifen den ballführenden Berner wieder früher an. YB lässt sich davon nicht beeindrucken und stürmt weiter. Doch einmal mehr ist Endstation bei Vasic.

Sierro mit hartem Einsteigen

87' Der Berner trifft Sorgic am Kopf. Dieser kann nach einem kurzen Unterbruch aber weiterspielen.

YB mit dem nächsten Wechsel

86' Fassnacht geht aus dem Spiel, für ihn kommt Mambimbi.

YB sündigt weiter im Abschluss

84' YB wirft alles nach vorne und lässt nichts unversucht. Doch der Treffer will einfach nicht fallen. Die Luzerner halten mit vollem Körpereinsatz weiter dicht. Dazu kommt: Die Berner verziehen einen Schuss nach dem anderen. Kommt ein Schuss auf den Kasten, ist Vasic zur Stelle.

Die YB-Fans werden langsam nervös

Auch Grether sieht Gelb

81' Die nächste Gelbe Karte ist fällig. Der Luzerner geht da zu ungestüm in den Zweikampf.

Gelb für von Ballmoos

80' Der YB-Keeper und sein Verteidiger Lauper sprechen sich ungenügend ab. Von Ballmoos muss eingreifen und erwischt den Luzerner Gegenspieler im vollen Lauf. Das gibt die Gelbe Karte. Es war keine Notbremse, der Entscheid erscheint vertretbar.

Luzern mit offensivem Lebenszeichen

77' Eigentlich spielt weiter nur eine Mannschaft. YB dominiert drückend. Nun sind aber zur Abwechslung wiedermal die Luzerner in der Offensive. Wehrmann versucht sein Glück aus der zweiten Reihe und sorgt damit für etwas Entlastung bei den defensiv ordentlich geforderten Luzernern.

Gelbe Karte für Ugrinic

74' Der Luzerner sieht für seinen Leibchen-Zupfer am vorbeirauschenden Berner zurecht die Gelbe Karte.

YB drückt - Luzern verteidigt mit vereinten Kräften

73' Die Berner stürmen unermüdlich und kommen weiter zu Abschlüssen. Die Luzerner verteidigen mit Mann und Maus das eigene Tor. Burch wirft sich in den Schuss. Nach vorne haben die Luzerner nichts mehr zu melden.

Es geht nur in eine Richtung

YB nimmt Doppelwechsel vor und stellt von Vierer- auf Dreierabwehr um

72' Garcia und Bürgy gehen. Kanga und Lefort kommen.

YB stürmt weiter

68' YB stürmt weiter, kommt mit Tempo über die Mitte. Dann der Pass rüber zu Elia. Dieser verzögert kurz und zieht dann ab. Schulz bringt gerade noch den Fuss dazwischen. Das wäre sonst ganz gefährlich geworden.

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