Absturz im MIttelmeer: Schiff ortet Black Box der EgyptAir-Maschine
Aktualisiert

Absturz im MIttelmeerSchiff ortet Black Box der EgyptAir-Maschine

Das Vermessungsschiff Laplace hat ein Signal aufgefangen, das von einer der beiden Blackboxes der abgestürzten Egypt-Air-Maschine stammt.

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woz/fal
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Wurde schwer beschädigt gefunden: Flugdatenschreiber des EgyptAir-Flugs 804. (19. Mai 2016)

Wurde schwer beschädigt gefunden: Flugdatenschreiber des EgyptAir-Flugs 804. (19. Mai 2016)

Keystone
Einen Tag nach dem Fund des Wracks, konnte die Blackbox der EgyptAir-Maschine geborgen werden: Ein undatiertes Bild der Firma Deep Ocean Search zeigt Besatzungsmitglieder der S.V. John Lethbridge bei der Suche.

Einen Tag nach dem Fund des Wracks, konnte die Blackbox der EgyptAir-Maschine geborgen werden: Ein undatiertes Bild der Firma Deep Ocean Search zeigt Besatzungsmitglieder der S.V. John Lethbridge bei der Suche.

Keystone/F. Basse Mayousse
Die Suche nach der Blackbox der Maschine dauerte lange an. (21. Mai 2016)

Die Suche nach der Blackbox der Maschine dauerte lange an. (21. Mai 2016)

AFP/Facebook

Frankreich hat die Ortung eines der Flugschreiber der ins Mittelmeer gestürzten Egypt-Air-Maschine bestätigt. Die Betreiberfirma Alseamar bestätigte am Mittwoch entsprechende Angaben der ägyptischen Ermittler. Die Laplace habe am Dienstagnachmittag mit der Suche begonnen und nach weniger als 24 Stunden Signale der Blackbox von Flug MS 804 empfangen, hiess es in einer Erklärung.

Ein weiteres Schiff, das mit Tauchrobotern ausgestattet ist, wird nach Angaben des ägyptischen Luftfahrtministeriums in einer Woche in der Region erwartet. Es soll die Flugschreiber vom Meeresgrund bergen. Das Flugzeugwrack wird in 3000 Metern Tiefe rund 290 Kilometer vor der ägyptischen Küste vermutet.

Das Aufspüren der Flugschreiber sei zur Hälfte geschafft, sagte Egypt-Air-Ermittler Schaker Kelada. Jetzt müssten die Orte exakt bestimmt und die Geräte dann mit grosser Vorsicht geborgen werden. Nötig seien womöglich Roboter oder U-Boote. Kelada zeigte sich aber sicher, dass die Bergung der Blackboxes gelingen werde.

Ursache des Absturzes noch nicht geklärt

Das Flugzeug war am 19. Mai mit 66 Menschen an Bord über dem Mittelmeer abgestürzt. Zuvor war die Maschine mit der Flugnummer MS 804 im ägyptischen Luftraum von den Radarschirmen verschwunden.

Unklar ist bislang, ob das Flugzeug durch ein Attentat zum Absturz gebracht wurde oder ob es einen technischen Defekt gab. Mithilfe der Daten des Flugdatenschreibers sowie des Stimmenrekorders könnte möglicherweise die Absturzursache aufgeklärt werden. (woz/fal/sda/afp)

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