Nahost-Konflikt: Schiffbombe statt Autobombe
Aktualisiert

Nahost-KonfliktSchiffbombe statt Autobombe

Vor der Küste des Gazastreifens ist ein mit Sprengstoff beladenes palästinensisches Fischerboot explodiert. Nach Angaben der israelischen Armee handelte es sich bei dem Vorfall um einen gescheiterten Anschlag auf die israelische Marine.

Auf einem Schiff der israelischen Streitkräfte, das zum Zeitpunkt der Explosion in der Nähe war, sei niemand verletzt worden, hiess es weiter.

Zunächst war unklar, warum das offenbar verlassene Fischerboot im Mittelmeer vor der Stadt Gaza explodierte. Ein Sprecher der Armee sagte, dass von Bord des israelischen Marine-Schiffes nicht geschossen worden sei. Zunächst hatte es geheissen, das verdächtige Boot sei explodiert, als die Marine das Feuer eröffnete.

Der israelische Generalstabschef Gabi Aschkenasi sagte vor Journalisten, es sei ein «grossangelegtes Attentat» auf ein israelisches Kriegsschiff vereitelt worden. Nach seinen Angaben hatte das Fischerboot mehrere hundert Kilogramm Sprengstoff geladen. Das Boot befand sich laut israelischem Armee-Radio rund 400 Meter vom Ufer von Gaza entfernt.

(sda)

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