Schiffskollision: Passagierschiff schwer beschädigt
Aktualisiert

Schiffskollision: Passagierschiff schwer beschädigt

Ein Schweizer Passagierschiff ist in einer Donau-Schleuse bei Passau mit einem Frachter kollidiert und schwer beschädigt worden.

Zwei Passagiere an Bord wurden leicht verletzt. Die Unfall-Ursache war am Donnerstag noch weitgehend unklar.

Nach Polizei-Angaben war das Kreuzfahrt-Schiff am Mittwochabend in der Schleuse bei Untergriesbach mit einem bulgarischen Auto-Frachter zusammengestossen. An dem Schiff des Schweizer Unternehmens GRC Global River Cruises mit Sitz in Basel entstand ein Schaden von mehreren Millionen Euro.

Die linke Seite wurde komplett eingedrückt, fast alle Fenster gingen zu Bruch. Das Deck wurde gestaucht, selbst im Innenbereich des Schiffes zerbrachen Wände. Der Schaden an dem mit 180 Neuwagen beladenen bulgarischen Schiff war dagegen gering.

Amerikanische Touristen

Nach Angaben eines Sprechers von Global River befanden sich ausschliesslich amerikanische Touristen auf dem Schiff. Die 89 Passagiere seien mit dem Schock davon gekommen. Laut dem Sprecher verletzte sich nur eine Touristin leicht, als sie bei dem Zusammenprall zu Boden stürzte.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei verkeilten sich die beiden Schiffe vermutlich wegen eines zu geringen Manövrier-Abstandes. Der Kapitän des Schweizer Schiffes war wie sein Frachtschiff-Kollege auf Anweisung des Schleusenwärters in die Schleuse eingefahren.

Das Passagierschiff war auf dem Weg nach Wien. Die Fahrgäste wurden nach dem Unfall mit Bussen nach Linz in Österreich gebracht. Das havarierte Kreuzfahrtschiff steuerte einen Liegeplatz in Österreich an, wo es weiter untersucht werden soll. Das bulgarische Schiff konnte später die Fahrt fortsetzen.

(sda)

Deine Meinung