Aktualisiert

Schiitenführer soll sich in den Iran abgesetzt haben

Der irakische Schiitenführer Muktada al Sadr soll sich in den Iran abgesetzt haben.

Der radikale Geistliche habe Bagdad schon vor Wochen verlassen, sagte ein ranghoher US-Vertreter in Washington. Al Sadr werde in Teheran vermutet, wo er Verwandte habe. Ein möglicher Grund für die Flucht könnte die bevorstehende Sicherheitsoffensive amerikanischer und irakischer Truppen sein.

Al Sadrs Miliz, die Mahdi-Armee, gilt als eines der wichtigsten Ziele der Operation. Es sei nicht bekannt, in welchem Ausmass Al Sadr seine Miliz vom Exil aus kontrollieren könne, sagte der Gewährsmann, der anonym bleiben wollte, am Dienstag.

Die irakischen Streitkräfte hatten zuvor angekündigt, im Rahmen der Sicherheitsoffensive die Grenzen zu Syrien und zum Iran vorübergehend zu schliessen. Die USA werfen der iranischen Regierung vor, schiitische Extremisten im Irak mit Waffen zu beliefern. (dapd)

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