Super-G in Haus: Schild auf dem Podest - Vonn schafft Hattrick
Aktualisiert

Super-G in HausSchild auf dem Podest - Vonn schafft Hattrick

Die Schweizerinnen haben beim Damen-Super-G im österreichischen Haus im Ennstal eine kompakte Leistung geboten. Martina Schild schaffte den Sprung aufs Podest - drei weitere fuhren in die Top Ten. Historisches erreichte Lindsey Vonn.

von
heg
Lindsey Vonn ist die Überfliegerin der Saison. (Bild: Keystone)

Lindsey Vonn ist die Überfliegerin der Saison. (Bild: Keystone)

Eine Klasse für sich war einmal mehr Lindsey Vonn. Die Amerikanerin, die in den beiden Tagen zuvor schon die zwei Abfahrten für sich entschieden hatte, siegte mit einer halben Sekunde Vorsprung vor der Schwedin Anja Pärson. Sie kehrte damit auch in der zweiten Speed-Disziplin zum Siegen zurück, nachdem sie in den ersten beiden Super-G des Winters Zweite und Dritte geworden war.

Mit ihrem Hattrick gelang Lindsey Vonn eine seltene Leistung. Die letzte Fahrerin, die am gleichen Ort drei Weltcup-Rennen gewonnen hatte, war die wegen Schwangerschaft zurückgetretene Renate Götschl. Die Steirerin dominierte im Januar 2005 in Cortina innert vier Tagen in einer Abfahrt und zwei Super-G. Das Kunststück, an drei aufeinanderfolgenden Tagen dreimal zu siegen, war als zuvor Letzte Katja Seizinger gelungen. Die Deutsche gewann im Dezember 1997 in Lake Louise zwei Abfahrten und einen Super-G.

Exploit von Schild

Auf die dritte Klassierung unter den ersten drei musste Martina Schild über zwei Jahre warten. Im Dezember 2007 hatte sie im Super-G in Lake Louise ihren bisher einzigen Sieg eingefahren. Ein Jahr zuvor war sie auf der Reiteralm ebenfalls im Super-G Dritte geworden. Die Berner Oberländerin führte eine erneut überzeugende Schweizer Equipe an. Die von einer Schuhrandprellung genesene Andrea Dettling als Sechste, die durch den 2. Rang in der Abfahrt beflügelte Nadja Kamer als Siebente und Nadia Styger als Neunte rundeten die Bilanz ab. Fränzi Aufdenblatten, die Siegerin von Val d'Isère, und Fabienne Suter schieden aus.

Immer stärker wird auch die Liechtensteinerin Tina Weirather. Die durch schwere Knieverletzungen immer wieder zurückgeworfene Tochter von Hanni Wenzel und Harti Weirather egalisierte als Elfte ihr bislang bestes Weltcup-Ergebnis in einem einzelnen Rennen.

Weltcup-Super-G der Frauen in Haus:

1. Lindsey Vonn (USA) 1:26,69.

2. Anja Pärson (Sd) 0,53 zurück.

3. Martina Schild (Sz) und Nadia Fanchini (It) 0,85.

5. Andrea Fischbacher (Ö) 1,17.

6. Andrea Dettling (Sz) 1,45.

7. Nadja Kamer (Sz) 1,52.

8. Anna Fenninger (Ö) 1,57.

9. Nadia Styger (Sz) 1,72.

10. Julia Mancuso (USA) 1,76.

11. Tina Weirather (Lie) 1,77.

12. Marion Rolland (Fr) 1,83.

13. Regina Mader (Ö) und Ingrid Jacquemod (Fr) 1,90.

15. Lucia Recchia (It) 2,12.

Ausgeschieden:

Fabienne Suter (Sz),

Fränzi Aufdenblatten (Sz),

Monika Dumermuth (Sz),

Tina Maze (Sln).

LIVE-TICKER

mit Herbie Egli

- Britt Janyk aus Kanada schliesst die Gruppe der ersten 30 ab. Platz 15 im Ziel.

- Die deutsche Viktoria Rebensburg ohne Chance. Zwischenrang 15 im Ziel.

- Monika Dumermuth scheidet nach Fränzi Aufdenblatten und Fabienne Suter als dritte Schweizerin aus.

- Lucia Recchia aus Italien mit Zwischenrang 14 auch nicht gerade mit einem Spitzenresultat.

- Die Tschechin Sarka Zahrobska hat sich wohl in der Disziplin verwählt. Fast fünf Sekunden Rückstand im Ziel.

- Julia Mancuso aus den USA kann mit Vonn nicht mithalten. Platz 10 im Ziel.

- Die Kanadierin Emily Brydon mit fast vier Sekunden Rückstand auf dem letzten Rang des Zwischenklassements.

- Chemmy Alcott aus Grossbritannien ebenfalls ohne gutes Resultat. Viel Rückstand im Ziel.

- Elisabeth Görgl - Siegerin des ersten Super-G in Lake Louise - ebenfalls nicht mehr in Spitzenform. Nur Platz 13 im Ziel.

- Fränzi Aufdenblatten kann nicht an ihre Leistung von Val d'Isère anknüpfen. Ausgeschieden nach einem Fahrfehler vor dem Zielhang.

- Die Österreicherin Andrea Fischbacher verhaut ihre Fahrt. Trotzdem Platz 5 im Ziel.

- Lindsey Vonn fährt mit Abfahrtsskiern an die Spitze. Gelingt der amerikanischen Überfliegerin nach den beiden Abfahrtssiegen der Hattrick in Haus?

- Die Italienerin Nadia Fanchini fährt als 2. vor das Schweizerinnen Trio.

- Tina Maze aus Slowenien scheidet mit dem gleichen Fehler an gleicher Stelle wie Suter aus.

- Fabienne Suter verpasst ein Tor und scheidet aus.

- Die Schwedin Anja Pärson lässt ihre Klasse aufblitzen und macht die dreifache Schweizer Führung kaputt. Neue Bestzeit im Ziel.

- Andrea Dettling mit einer Superfahrt für ihre Verhältnisse. Als zweite im Ziel und wieder sind es drei Schweizerinnen an der Spitze.

- Die Österreicherin Anna Fenninger verdrängt Styger wieder vom 3. Zwischenrang. Schild und Kamer aber immer noch vorne.

- Nadia Styger komplettiert die Schweizer Spitze. Rang 3.

- Die deutsche Maria Riesch nach bester Zwischenzeit mit einem Fehler im Schlusshang. So wirds natürlich nichts mit einem Spitzenplatz. Die führenden Schweizerinnen werdens ihr danken.

- Jacquemods Landsfrau Marie Marchand-Arvier mit fast zwei Sekunden Rückstand abgeschlagen.

- Ingrid Jacquemod aus Frankreich schafft es auch nicht ganz nach vorne. Platz 4 im Ziel.

- Jessica Lindell-Vikarby aus Schweden nach einem Fahrfehler früh ausgeschieden.

- Die Französin Marillon Rolland fährt hinter die beiden Schweizerinnen auf den 3. Zwischenrang.

- Nadja Kamer kann Schild auch nicht von der Spitze verdrängen. Mit 67 Hunderstel Rückstand aber immerhin Platz 2.

- Ihre Landsfrau Regina Mader ebenfalls zurück im Ziel. Mit Nadja Kamer kommt nun die gestrige Überraschungs-Podestfahrerin aus der Schweiz.

- Stefanie Köhle als erste von zwei Österreicherinnen nacheinander im Ziel. Auch sie mit grossem Rückstand.

- Carolina Ruiz Castillo aus Spanien kommt ebenfalls bei weitem nicht an die Zeit von Schild heran.

- Martina Schild viel schneller als die Österreicherin. 1.67 Sekunden Vorsprung im Ziel.

- 1.29.21 die erste Richtzeit von Schmidhofer. Mit Martina Schild folgt gleich die erste Schweizerin.

- Die einheimische Nicole Schmidhofer hat den Frauen-Super-G eröffnet

- Nur noch wenige Minuten in Österreich und dann gehts auch bei den Frauen los.

Vor dem Rennen

Die Bilder aus Val d'Isère sind den Skifans immer noch präsent. Fränzi Aufdenblatten jubelte über ihren ersten Weltcupsieg überhaupt und zusammen mit Nadia Styger liessen sie zurecht die Champagner-Korken knallen. Dies möchten die Fahrerinnen von Cheftrainer Hugues Ansermoz natürlich auch heute zu gern wieder.

Schon im ersten Super-G der Saison in Lake Louise deuteten die Schweizerinnen ihr Potenzial in dieser Disziplin an. Fabienne Suter, Nadia Styger und Andrea Dettling fuhren geschlossen auf die Ränge sechs bis acht.

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