Aktualisiert 15.02.2006 23:18

Schild: Schritt für Schritt zur Olympia-Silbermedaille

Martina Schild überraschte positiv: Die Grindelwaldnerin gewann in der Olympia-Abfahrt 37 Hundertstel hinter der erfahrenen Michaela Dorfmeister Silber.

Nach dem Training hätte sie gewusst, dass sie positiv ins Rennen gehen könne. Mit der Bestzeit im zweiten Training hatte sich Martina Schild diese Zuversicht geholt. «Und jetzt ist der Traum in Erfüllung gegangen.»

Nachdem die Berner Oberländerin im Sommer von Knieproblemen geplagt war, musste sie sich im November einem chirurgischen Eingriff am Meniskus unterziehen. «Schritt für Schritt habe ich mich danach wieder aufgebaut. Dieser Weg war richtig», sagt sie rückblickend.

Nach Fis- und Europacup-Einsätzen bestritt Schild am 21. Januar in St. Moritz ihr erstes Saisonrennen im Weltcup und schaffte als Fünfte gleich die Olympiaqualifikation. In St. Moritz war 1948 bereits Schilds Grossmutter Hedy Schlunegger, die 2003 verstarb, als erste Schweizerin Olympiasiegerin in der Abfahrt geworden.

«Sie lebte jahrein, jahraus im oberen Stock unseres Hauses in Grindelwald. Seit November letzten Jahres wohne ich mit meiner Schwester und deren Sohn in dieser Wohnung. Vielleicht hat sich dadurch noch mehr Energie vom Grosi auf mich übertragen.»

Neben Schild durfte vom Schweizer Quartett nurmehr Nadia Styger mit ihrer Leistung zufrieden sein (5.). Fränzi Aufdenblatten wurde Zwölfte, die angeschlagene Sylviane Berthod 14.

(pbt/SI)

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