Badende attackiert: Schilder sollen vor bissigem Biber warnen
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Badende attackiertSchilder sollen vor bissigem Biber warnen

Nach dem Angriff eines Nagers auf einen Bub und eine Frau treffen die Schaffhauser Behörden Massnahmen: Sie bringen Warnschilder an.

von
ann/bee
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Rhein beim Lindli in Schaffhausen: Hier will die Jagdverwaltung nach den Bissattacken eines Bibers Warnschilder anbringen.

Rhein beim Lindli in Schaffhausen: Hier will die Jagdverwaltung nach den Bissattacken eines Bibers Warnschilder anbringen.

20 Minuten/Annette Hirschberg
Eine Leser-Reporter hatte schon vor zwei Monaten beobachtet, wie der Biber ins Zuflussrohr am Rhein verschwand.

Eine Leser-Reporter hatte schon vor zwei Monaten beobachtet, wie der Biber ins Zuflussrohr am Rhein verschwand.

Leser-Reporter/Leserreporter
Das grosse Tier sei unter den Booten dem Ufer entlang geschwommen und dann bei der Röhre abgebogen.

Das grosse Tier sei unter den Booten dem Ufer entlang geschwommen und dann bei der Röhre abgebogen.

Leser-Reporter/Leserreporter

Zwei Schwimmer wurden am Montagabend beim Baden beim Lindli im Rhein in Schaffhausen gebissen. Nun wird die Jagdverwaltung aktiv: Sie stellt Warnschilder auf, um auf die Gefahr aufmerksam machen. Was für ein Tier zugebissen hat, ist bislang allerdings unklar.

Zwei Personen hatten sich bei 20 Minuten gemeldet, für die das Bad im Rhein schlecht ausging. Während ein 8-jähriger Knabe glimpflich davon kam, wurde eine Frau so fest gebissen, dass die Wunde im Spital genäht werden musste.

Rohre werden durchsucht

Aufgrund von Meldungen und Videos, die man von der Bevölkerung erhalten habe, gehe man davon aus, dass sich in der Gegend tatsächlich ein Biber aufhalte, sagt Jagdverwalter Andreas Vögeli zu 20 Minuten. «Eventuell wohnt in einer Röhre gar ein Paar.»Es gebe am Lindli aber auch Bisamratten. «Diese werden wir bejagen, denn diese Tiere sind Neozoen und gehören nicht in unseren Lebensraum.»

Derzeit sucht man nach dem Aufenthaltsort des Bibers. Es gebe beim Lindli bis zu 20 Rohre, die in den Rhein gehen. «Wir werden diese in den nächsten Tagen mit einer Rohrbildkamera prüfen», sagt Vögeli.

Mensch und Tier sollten beim Lindli nicht mehr baden

Um mögliche weitere Biss-Attacken zu verhindern, will die Verwaltung nun Warnschilder aufstellen, die vor dem Baden beim Lindli warnen. Am Mittwoch waren diese jedoch noch nicht installiert.

Wichtig sei auch, dass an dieser Stelle keine Hunde ins Wasser gelassen würden, sagt Vögeli. «Sowohl Mensch als auch Tier sollten zurzeit besser auf das Baden zwischen Ufer und Booten verzichten.» Wer weiter draussen schwimmen gehe, begebe sich hingegen kaum in Gefahr.

Biber, Bisamratten und Nutrias sind eigentlich nicht aggressiv. Wenn sie sich jedoch bedroht fühlen oder wenn sie Jungen verteidigen wollen, können sie zubeissen. (ann/bee/sda)

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