Gewinn: Schindler läufts ausgezeichnet

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GewinnSchindler läufts ausgezeichnet

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler ist 2008 in neue Höhen vorgestossen und hat den grössten Gewinn seiner Geschichte erwirtschaftet. Trotz drohender Baurezession und volatilen Wechselkursen blickt er zuversichtlich ins 2009.

Bei einem Umatz von 14,03 Mrd. Fr. erzielte der Konzern einen Gewinn von 634 Mio. Franken. 2007 hatte Schindler einen Gewinn von 571 Mio. Fr. erwirtschaftet, dieser wurde aber durch eine Busse von 293 Mio. Fr. auf 278 Mio. Fr. gedrückt. Das Betriebsergebnis EBIT nahm um 7,1 Prozent von 830 auf 889 Mio. Franken zu.

Einen grossen Einfluss hatten im letzten Jahr die Wechselkurse. Der Konzernumsatz stieg nominal um 1,4 Prozent, in Lokalwährungen um 6,5 Prozent. Gesamthaft sei ein negativer Währungseinfluss von 707 Mio. Fr. zu verzeichnen, schreibt Schindler in dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht.

Wachstum in allen Regionen

Die Aufzüge und Fahrtreppen trugen 8,8 Mrd. Fr. zum Umsatz bei. Dies entspricht einem Wachstum von 0,1 Prozent (nominal) respektive 6,4 Prozent (in Lokalwährungen). Der Auftragseingang betrug 9,3 Mrd. Franken. Alle Marktregionen seien gewachsen.

Das Betriebsergebnis EBIT erreichte im Aufzugs- und Fahrtreppengeschäft 895 Mio. Franken, was einem nominalen Wachstum von 11,6 Prozent respektive 18,6 Prozent in lokalen Währungen entspricht.

Die operative Marge verbesserte sich hier von 9,2 Prozent auf 10,2 Prozent. Damit sei im Kerngeschäft erstmals die Grenze von 10 Prozent übertroffen worden, schreibt Verwaltungsratspräsident Alfred N. Schindler.

Die Schindler-Tochter Also hatte am Montag über ihr Geschäftsergebnis informiert. Die IT-Vertreiberin machte 2008 einen Verlust von 11 Mio. Franken. Schuld waren inzwischen stillgelegte Tochtergesellschaften in Schweden und Polen. Die weitergeführten Teile von Also erzielten einen Gewinn.

Ständerat und UBS-Mann in den Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat will den Zuger FDP-Ständerat Rolf Schweiger und UBS-Chefökonom Klaus W. Wellershoff in das Gremium wählen lassen. Alfred N. Schindler schreibt, Schindler brauche vertiefte Kontakte zur Politik und einen verlässlichen Wirtschaftskompass.

Für das laufende Jahr ist Schindler zuversichtlich. Das Unternehmen habe genügend Wasservorräte für eine lange Durststrecke, schreibt der Verwaltungsratspräsident.

Schindler erwartet, dass weltweit weniger gebaut wird. Die Talsohle dürfte erst 2010 oder 2011 überwunden sein. Auch der starke Franken dürfte die Jahresrechnung belasten. Gewinnprognosen seien derzeit nicht angebracht.

(sda)

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