Tod im Lift: Schindler-Mitarbeiter nach Unfall vor Gericht
Aktualisiert

Tod im LiftSchindler-Mitarbeiter nach Unfall vor Gericht

Nach einem Unfall in einem Schindler-Lift in Japan im Jahr 2006, bei dem ein 16-Jähriger ums Leben kam, stehen zwei Mitarbeiter des Liftbauers in Tokio vor Gericht.

Archivbild 2006 der Unfallstelle in Tokio.

Archivbild 2006 der Unfallstelle in Tokio.

Die beiden Männer, die für den tödlichen Unfall in einem Schindler-Lift in Japan 2006 mitverantwortlich sein sollen, plädieren vor Gericht auf nicht schuldig. Sie standen am Montag in Tokio den Richtern Rede und Antwort.

Schindler bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA am Dienstag die Verhandlungen, nimmt aber wegen des laufenden Verfahrens nicht weiter Stellung.

«Wir sind zuversichtlich, dass der Prozess Klarheit bringen wird und die gegen die Mitarbeitenden erhobenen Vorwürfe fallen gelassen werden», so die Sprecherin des Lift- und Rolltreppenherstellers.

Für die Lift-Kontrolle verantwortlich

Die Mitarbeiter - der eine ist inzwischen pensioniert, der andere in Japan noch für das Unternehmen tätig - werden von Anwälten von Schindler vertreten. Gemäss der Anklage waren sie für die Kontrolle des Lifts zuständig, wo der tödliche Unfall passierte. Opfer ist ein 16-jähriger Junge. Er wollte den Lift im 12. Stock mit einem Velo verlassen, als sich der Aufzug trotz geöffneter Türen weiter nach oben in Bewegung setzte.

Der Junge wurde eingeklemmt und erlag seinen Verletzungen. Schindler stand danach in der japanischen Öffentlichkeit während Jahren in der Kritik und erlitt einen Einbruch des Geschäfts - auch weil sich das Unternehmen nicht sofort entschuldigte. Inzwischen hat das Management sein Bedauern mehrfach ausgedrückt. Konstruktionsfehler konnten Schindler nicht nachgewiesen werden. (sda)

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