Luzern vs. YB: Schiri Kever lüftet das Karten-Geheimnis
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Luzern vs. YBSchiri Kever lüftet das Karten-Geheimnis

Sascha Kever und die mysteriöse dritte Karte: Jetzt ist klar, was es mit der Karte auf sich hat - und weshalb er sie nie einem Spieler zeigt.

von
meg
Sascha Kever und seine ganz persönliche Karte. (Bild: Thomas Hodel)

Sascha Kever und seine ganz persönliche Karte. (Bild: Thomas Hodel)

In der rechten Hand die gelbe, in der linken Hand eine ominöse Karte: So sah man Schiedsrichter Sascha Kever in der 63. Minute beim Spiel Luzern gegen YB. Wollte Kever gestern eine neue Karte testen? Immerhin gab es in den frühen Neunzigerjahren einmal ein paar Saisons den Versuch mit einer grünen Karte. Damit durfte der Schiedsrichter die Pfleger auf den Platz winken. Was also steckt hinter der Karte? Und hat er sie schon einmal einem Spieler gezeigt?

Der Spitzenreferee lacht, als er von 20 Minuten Online auf die dritte Karte angesprochen wird. «Ich habe sie noch nie einem Spieler gezeigt. Auch wenn man mir öfter sagt, ich zücke die Karten schneller als Lucky Luke», sagt Kever lachend.

Bei der Karte handelt es sich um den persönlichen Glücksbringer des Tessiners: Ein Bild mit seiner Frau und seinem Sohn. Er reise viel als Schiedsrichter und trage deshalb das Foto bei jedem Spiel bei sich, «immer auf dem Herzen». Eine Angewohnheit, die Kever bereits seit Jahren praktiziert. Bis vor drei Jahren habe er ein Foto seiner Frau aufs Spielfeld mitgenommen, dann kam der Sohn dazu. «Ich muss das Foto bald wieder wechseln», verrät er. Kevers Frau ist schwanger, Im Oktober kommt Nachwuchs ins Haus – und ein neues Bild in die Brusttasche.

Dass er in einem Spiel plötzlich seinen Glücksbringer mit der gelben Karte vertauscht, sei auch in Zukunft unwahrscheinlich. «Das Foto ist laminiert und an meinem Notizblock befestigt», sagt Kever. Dort hat er sämtliche Spielernamen und Nummern aufgelistet und notiert etwa, welcher Spieler verwarnt wurde. «Ich nehme immer alles aus der Brusttasche und schaue genau, dass ich die richtige Karte zeige. Der Notizblock fühlt sich zudem völlig anders an.»

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