Fieses Geschoss: Schiri von Regenschirm niedergestreckt
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Fieses GeschossSchiri von Regenschirm niedergestreckt

Das Spiel zwischen Granada und Mallorca musste in der 60. Minute abgebrochen werden. Der Grund: Ein junger Mann hatte einen Knirps auf den Linienrichter geworfen.

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Head-Schiedsrichter Carlos Clos Gómez begleitet seinen Assistenten umgehend in die Garderobe.

Head-Schiedsrichter Carlos Clos Gómez begleitet seinen Assistenten umgehend in die Garderobe.

In der Primera División kam es am Sonntagabend zu einem bedauerlichen Zwischenfall. Im Spiel zwischen dem FC Granada und RCD Mallorca wurde ein Linienrichter durch einen Regenschirm im Gesicht verletzt. Head-Schiedsrichter Carlos Clos Gómez sah sich danach gezwungen, die Partie zu unterbrechen.

Es lief die 60. Minute des Kellerduells. Granada führte mit 2:1. Schiedsrichter-Assistent Javier Rodriguez Aguilar stand in der Nähe der Eckfahne, als ihn das Geschoss am Kopf traf. Aguilar flüchtete danach – zusammen mit den weiteren Unparteiischen - sofort in die Garderobe. Der Head-Schiedsrichter äusserte sich nach der Partie zu seinem Entscheid: «Nach einem solchen Zwischenfall kann man unmöglich weitermachen.» Die rechte Seite von Aguilars Gesicht war blutverschmiert, diversen Medien zufolge könnte sich der Ref sogar eine Fraktur zugezogen haben.

Fans verpfiffen den Schuldigen

Die Polizei nahm den jugendlichen Schirm-Werfer umgehend fest, nachdem andere Zuschauer die Sicherheitsleute auf den Übeltäter aufmerksam gemacht hatten. Als wäre es die normalste Sache der Welt, hatte sich der Mann am Spielfeldrand über die Bande gelehnt und den Knirps in Richtung Aguilar geworfen. Daher fiel es den Fans im Sektor auch nicht schwer, den jungen Mann ausfindig zu machen. Gemäss Informationen der spanischen Sportzeitung «As», handelte es sich beim Werfer um einen jungen Marokkaner, der sich unter die Anhänger des Heimteams gemischt hatte – kein geläufiger Matchbesucher.

Schiri wird von Kassenrolle niedergestreckt

Quique Pina, Präsident des spanischen Erstligisten Granada, war nach diesem Zwischenfall entsetzt. «Wir sind untröstlich, der Schaden ist enorm.» Unklar blieb nach der Partie zwischen den Clubs aus der Abstiegszone, wie das Spiel gewertet wird. Besonders bitter war es für das Heimteam, weil dieses bis zum Abbruch mit 2:1 in Führung lag.

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