Aktualisiert 07.11.2013 06:09

Europa League

Schirinzi verspricht Besserung

Wiedersehen mit Andrej Jarmolenko: Enrico Schirinzi empfängt am Donnerstag mit dem FC Thun Dynamo Kiew zum Rückspiel.

von
Peter Berger

Das Hinspiel in der Europa League gegen die Ukrainer war vor zwei Wochen zu einer Lehrstunde verkommen (0:3).

Vor allem Dynamos Star Andrej Jarmolenko machte mit seinen Dribblings den Thunern Knoten in die Beine. Nicht nur Gegenspieler Enrico Schirinzi war mit dem ukrainischen Internatinalen überfordert. «Er hat unglaublich gewirbelt und ist der beste Gegenspieler, gegen den ich bisher angetreten bin», sagt der bald 29-jährige Schirinzi. «Er ist ein Weltklasse-Spieler und nicht umsonst Millionen wert.»

25 Millionen Ablöse?

Bereits jetzt soll der 23-jährige Jarmolenko bei Dynamo rund zwei Millionen Euro verdienen. Liverpool, Arsenal oder Milan sollen schon um ihn gebuhlt haben. Ein Transfer scheiterte bisher an der Ablösesumme. Kiew verlangt 25 Millionen Euro für sein Juwel. Dieses haben 2006 Scouts von Dynamo in der nordukrainischen Stadt Tschernigow (300 000 Einwohner) entdeckt. «Unsere Späher haben 130 Kilometer von Kiew entfernt einen Jungen entdeckt, den unsere Spezialisten schon jetzt den zweiten Schewtschenko nennen», schwärmte der damalige Trainer Anatolij Demjanenko.

Doch Lobeshymnen hin oder her. Schirinzi ist fest entschlossen, Jarmolenko diesmal nicht mehr derart entfalten zu lassen. «Er kam zu oft an mir vorbei. Das war eine gute Erfahrung, ich durfte viel lernen. Aber zuhause wird es eine andere Geschichte.» Doch der Kunstrasen alleine schreckt Jarmolenko keineswegs ab. «Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, müssen wir auf jeder Unterlage bestehen», betont der Star. Der Maserati-Liebhaber hat schon vor dem Hinspiel festgehalten: «Thun ist eine gut organisierte Mannschaft. Aber wenn wir uns richtig verhalten, hat Thun keine Chance.»

Schirinzi ist sich absolut bewusst, dass er und die gesamte Equipe sich erheblich steigern müssen, um ein positives Ergebnis erzielen zu können. Am Sonntag hatten die Berner Oberländer trotz dem 2:1 gegen den FC Zürich überhaupt nicht brilliert. «Wir haben einfach das Pensum abgespult. Wir waren zwar gut organisiert, haben aber lange nichts riskiert. Derart lahm dürfen wir gegen Kiew nicht auftreten, Da braucht es mehr, viel mehr sogar.»

Überraschung möglich

Derzeit liegen die Thuner als Tabellen-Dritte einen Zähler hinter den Ukrainern. «Noch ist in der Europa League für usn einiges drin, Überraschungen sind durchaus möglich», sagt Schirinzi. Der Ostermundiger fasst die bisherigen Auftritte folgendermassen zusammen: «Gegen Rapid hätten wir deutlicher gewinnen müssen. In Genk hätten wir gewinnen können und in Kiew kriegten wir auf die Mütze.» Aber vor allem weil die Thuner noch zweimal zuhause antreten können, rechnen sie sich weiterhin Chancen für die K.o.-Phase aus.

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