Behindertensport: Schlägerei beendet Einbeinigen-Länderspiel
Aktualisiert

BehindertensportSchlägerei beendet Einbeinigen-Länderspiel

Das erste Fussball-Länderspiel zwischen niederländischen und belgischen Einbeinigen endete im Eklat: Beim Stand von 3:3 wurde die Partie abgebrochen, weil sich Spieler und Zuschauer prügelten.

von
phi

Es sollte ein wichtiger Schritt für den Behindertensport werden, doch am Ende war die Premiere ein Eigentor. Zum ersten Mal wollten Einbeinige und Einfüssige aus den Niederlanden und Belgien gegeneinander Fussball spielen, doch statt Bällen flogen am 1. Juni in Antwerpen die Fäuste. Der Schiedsrichter musste den Match wegen einer Schlägerei abbrechen, an der sich Spieler wie Zuschauer beteiligten.

Wie der «Sport-Informations-Dienst» unter Berufung auf die niederländische Tageszeitung AD berichtet, kam es beim Stand von 3:3 zuerst zu verbalen Fouls, nachdem Spieler beider Mannschaften über die Krücken der Gegner gestolpert waren. Den markigen Worten folgten dann handfeste Taten: Nicht nur die handicapierten Kicker schlugen aufeinander ein, sondern auch Zuschauer nahmen beide Beine in die Hand, um aufs Spielfeld zu stürmen und mitzumischen.

Trotz des unsportlichen Endes der Veranstaltung wollen die Nationalspieler beider Staaten bald wieder gegeneinander antreten. Revanchefouls soll es dann nicht mehr geben, gelobten die einbeinigen und einfüssigen Feldspieler sowie die Einarmigen und Einhändigen, die als Goalie antreten. «Wir müssen darüber sprechen, was genau passiert ist. Aufhören ist keine Option» sagten Vertreter der beiden Mannschaften dem belgischen TV-Sender VTM.

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