Schlägerei in der Kabine
Aktualisiert

Schlägerei in der Kabine

Der 1. FC Köln sorgt in der zweiten deutschen Bundesliga weiterhin für Schlagzeilen - auch diesmal negativer Art. Nach dem 0:0 gegen Fürth prügelten sich zwei Stammspieler in der Garderobe.

Grund für die Schlägerei war eine Bemerkung von Kölns Torhüter Faryd Mondragon. Der 36-jährige ehemalige Galatasaray-Keeper provozierte anscheinend Mitspieler Ümit Özat mit einem türkischen Ausdruck in Bezug auf dessen lasche Leistung direkt nach dem Spiel, wie der «Express» berichtet. Özat - seines Zeichens langjähriger Fenerbahçe-Profi - liess das nicht auf sich sitzen und so gerieten die beiden Führungsspieler aneinander. Die aus der Dusche stürmenden Kollegen konnten den Streit schlichten. Nachdem sich beide Spieler während zweier Tage aus dem Weg gingen, kam es am Mittwoch zur Versöhnung vor der gesamten Mannschaft.

Im Team des schweizerisch-türkischen Doppelbürgers Baykal ist die Stimmung sowieso nicht in den Wolken. Die Mannschaft mit dem grössten Etat der Liga will nach dem verpassten Aufstieg in der letzten Saison diesmal die Promotion unbedingt erreichen. Im Moment liegen die Kölner aber «nur» auf Rang 6.

Trainer Christoph Daum spielte die Auseinandersetzung gegenüber dem «Express» herunter: «Zwischen beiden ist wieder alles klar. Sie haben sich bei der Mannschaft entschuldigt», so der Coach, und er fügte hinzu: «Das zeigt, dass die Mannschaft lebt. So was kommt doch immer vor. Früher ist ein Toni Schumacher auch in die Kabine gegangen und hat dort seinen Frust herausgelassen.»

(fox)

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