Verzögerung: Schlägerprozess dauert immer länger
Aktualisiert

VerzögerungSchlägerprozess dauert immer länger

Der Münchner Prozess gegen die drei mutmasslichen Schläger aus der Schweiz verzögert sich weiter. Nach aktuellem Stand dauert er bis Mitte Oktober.

Der Schlägerprozess gegen drei Jugendliche aus Küsnacht ZH entwickelt sich zur unendlichen Geschichte: Ursprünglich war die Urteilsverkündung auf Anfang April vorgesehen gewesen. Jetzt wird es mindestens Mitte Oktober, bis das Gericht ein Urteil fällt. Wie die Justizpressestelle des Oberlandgerichts München am Donnerstag mitteilte, kann der Verteidiger des einen Jugendlichen nach eigenen Angaben nicht bereits am 30. Juli plädieren. Als zusätzliche Termine für die Hauptverhandlung wurden nun der 23. August, der 13. September und der 14. Oktober festgelegt.

Bereits am Mittwoch bekannt gegeben worden sind die Gerichtstermine vom 30. Juli und 6. August. Am 30. Juli kommt unter anderem ein Sachverständiger für Biomechanik zu Wort. Er wird erklären, welche Bewegungsabläufe zu welchen Verletzungen geführt haben.

Der Prozess vor der 1. Jugendkammer des Landgerichtes in München hatte am 8. März begonnen. Insgesamt werden über 40 Zeugen und Sachverständige befragt. Zwei Zeugen, ehemalige Klassenkameraden der Angeklagten, wurden in Zürich vernommen.

Die drei Schweizer sind des gemeinschaftlichen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Am 30. Juni hatten sie in der Münchner Innenstadt fünf Personen zusammengeschlagen und teils lebensgefährlich verletzt. Bei einem Schuldspruch drohen ihnen bis zu zehn Jahre Freiheitsentzug. (sda)

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