Deutschland: Schlafwandlerin (18) stürzt aus dem 5. Stock und verletzt sich schwer

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DeutschlandSchlafwandlerin (18) stürzt aus dem 5. Stock und verletzt sich schwer

Die junge Frau stürzte offenbar aus einem Fenster in die Tiefe. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gibt es nach Polizeierkenntnissen nicht.

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Die 18-Jährige sei als Schlafwandlerin bekannt. (Symbolbild)

Die 18-Jährige sei als Schlafwandlerin bekannt. (Symbolbild)

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Sie stürzte aus dem fünften Stockwerk eines Wohnhauses in Neubrandenburg in die Tiefe.

Sie stürzte aus dem fünften Stockwerk eines Wohnhauses in Neubrandenburg in die Tiefe.

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Die junge Frau musste mit schweren Verletzungen ins Klinikum Neubrandenburg gebracht werden.

Die junge Frau musste mit schweren Verletzungen ins Klinikum Neubrandenburg gebracht werden.

imago images/BildFunkMV

Eine Schlafwandlerin ist in Neubrandenburg im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern aus dem fünften Stock eines Wohnhauses gestürzt. Die 18-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht, wie das Polizeipräsidium Neubrandenburg am Montag berichtete. Das Unglück geschah in der Nacht auf Montag gegen zwei Uhr. 

Schlafwandelst du?

Eine Bewohnerin des mehrstöckigen Wohnblocks meldete der Polizei, dass eine Frau anscheinend aus einem Fenster gefallen sei. Nach ersten Ermittlungen war die junge Frau als Schlafwandlerin bekannt und gerade zu Besuch bei Freunden, als sie aus einem geöffneten Fenster der Wohnung in der fünften Etage stürzte. Die anderen Menschen in der Wohnung schliefen währenddessen. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gibt es demnach nicht.

Schlafwandeln kann gefährlich sein

Personen, die schlafwandeln, befinden sich in einem Zustand zwischen Schlafen und Wachen. Das ist in den allermeisten Fällen weder für den Schlafwandler noch für seine Umgebung gefährlich. Eine Studie des Universitären Notfallzentrums am Berner Inselspital aus 2017 zeigt, dass Schlafwandeln sehr wohl ein Gesundheitsrisiko darstellen kann. Die Berner Mediziner um Thomas Sauter hatten unter 620’000 Patientinnen und Patienten, die während 15 Jahren den Notfall aufgesucht hatten, elf Schlafwandler identifiziert. Sie waren aus dem Bett, von der Treppe oder gar aus dem Fenster gestürzt. Vier mussten mit orthopädischen Verletzungen für weitere Abklärungen im Spital bleiben – zwei davon waren schwerer verletzt, ein Patient erlitt gar eine Querschnittlähmung.

Etwa zwei bis drei Prozent der Erwachsenen schlafwandeln. Bei Kindern kommt Schlafwandeln wegen des noch nicht voll ausgereiften zentralen Nervensystems häufiger vor. Bei Kindern bis sechs Jahren sind 15 Prozent betroffen, bei denen zwischen sechs und elf Jahren noch elf Prozent. Von den elf Personen der Studie hatten nur zwei zuvor gewusst, dass sie Schlafwandlende waren. (jcg)

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(AFP/job)

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