Aufatmen: Schlafzimmer-Räuber sitzen im Knast
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AufatmenSchlafzimmer-Räuber sitzen im Knast

Die unheimliche Einbruchserie in der Region Zürich ist geklärt: Zwei im März in Uster verhaftete Männer haben insgesamt vier Raubüberfälle gestanden. Noch fehlt aber ein Täter.

von
amc

Die Zürcher können aufatmen: Die berüchtigten Schlafzimmerräuber sitzen im Knast. Die zwei in Uster im März verhafteten Männer haben gestanden, auch die drei Überfälle in Opfikon und Schlieren begangen zu haben. Die Bande hatte die Region in Atem gehalten: Mit Gewalt verschafften sie sich in insgesamt vier Fällen Zutritt zu einer Wohnung. Sie fesselten die Bewohner und erzwangen unter Waffengewalt die Herausgabe von Geld, Bankkarten und den Bank-Codes.

Ihr letzter Coup im März scheiterte aber aufgrund einer aufmerksamen Nachbarin: Diese alarmierte die Polizei, welche die Täter auf der überhasteten Flucht schnappte. Seither sitzen der 21-jährigen Angolaner und der 22-jährige Deutsche in U-Haft.

Wie Radio 1 berichtet, haben sie nun auch die Taten in Opfikon und Schlieren gestanden. Die Ermittler gehen von einem dritten Täter aus und fahnden nach ihm. Noch ist der Räuber aber auf freiem Fuss. Wie der zuständige Staatsanwalt Markus Oertle gegenüber 20 Minuten Online sagt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es weitere Mittäter gibt.

Es gibt nicht die Schlafzimmerräuber

Oertle warnt davor, nun leichtsinnig zu werden. «Diese Schlafzimmerräuber sind in Haft, aber es gibt immer wieder Nachahmer.» Tatsächlich wurde kurz nach der Tat in Uster ein weiterer Schlafzimmerraub begangen. In Zumikon ZH überfielen drei maskierte und mit einer Faustfeuerwaffe bewaffnete Männer ein Einfamilienhaus. Über ein Fenster drangen sie gewaltsam in das Haus ein und bedrohten dort ein Ehepaar und dessen Sohn. «Wer also nun das Gefühl hat, er könne problemlos mit offenem Fenster schlafen, täuscht sich», warnt Oertle.

Mit welcher Skrupellosigkeit die Schlafzimmerräuber vorgingen, schilderte das letzte Opfer der Bande gegenüber 20 Minuten Online im März: Für Josef Meier wurde damals ein Alptraum zur Realität. Mitten in der Nacht wurde er Opfer von Schlafzimmerräubern.

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