Aktualisiert 14.06.2005 15:05

Schlag gegen Kinderpornografie in 13 Ländern

Die europäische Polizei hat eine gross angelegte Aktion gegen Pädophile gestartet. Es sei die bislang grösste von der EU koordinierte Aktion im Kampf gegen die Kinderpornografie gewesen.

Fast 150 Häuser und Wohnungen von Verdächtigen in 13 europäischen Ländern seien am Morgen durchsucht worden, teilte die EU-Polizeibehörde Europol mi.

Computer, Laptops, Videos und anderes Material mit Bildern von Kindesmisshandlungen seien sichergestellt worden; gegen einen grossen Teil der Verdächtigen werde nun weiter ermittelt.

An der von der italienischen Polizei geleiteten Aktion namens «Icebreaker» waren Polizisten aus Deutschland, Österreich, Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Portugal, der Slowakei, Polen, Ungarn, Schweden und Island beteiligt.

Auch das Schweizer Bundesamt für Polizei (fedpol.ch) sei über die Aktion informiert worden, aber nicht daran beteiligt gewesen, sagte fedpol-Sprecher Guido Balmer auf Anfrage.

Das Netzwerk der Verdächtigen habe auf verschiedenen Seiten im Internet Darstellungen missbrauchter Kinder verbreitet. Dabei hätten sich die Beteiligten ausgeklügelter Techniken bedient, um ihre Identität zu verbergen und ihre Kommunikation zu verschlüsseln. Die meisten Hinweise auf den Täterkreis hätten italienischer Fahnder gegeben, die die Aktion auch leiteten.

Der deutsche Direktor von Europol, Max-Peter Ratzel, erklärte: «Es ist äusserst wichtig, dass wir uns auf diese schrecklichen Verbrechen konzentrieren. Ich hoffe, dass die heutige Aktion die Fahnder auch zu den Hintermännern dieser schlimmen Taten führen wird.»

Notiz: Die Meldung bsd116 wurde mit dem 3. Abschnitt nach dem Lead (fedpol) ergänzt.

(sda)

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