Aktualisiert 19.08.2009 22:25

Luzerner StadtratswahlenSchlammschlacht gegen Stocker geht weiter

Obwohl 2006 eine Strafuntersuchung eingestellt wurde, soll der Luzerner Stadtratskandidat
Beat Stocker aus seinem Kokain-Konsum ein Strick gedreht werden.

von
Daniela Gigor

2005 wurde der heutige Stadtratskandidat Beat Stocker (parteilos) in Luzern von einer Polizeipatrouille kontrolliert und danach untersucht. «Damals konnte mir eine minimale Menge Kokain nachgewiesen werden», gibt Stocker offen zu. Der Fahrausweis wurde ihm für neun Monate entzogen. Weil er aber nicht fahrunfähig war, wurde die Strafuntersuchung im Herbst 2006 eingestellt – der Staat musste sämtliche Kosten übernehmen. Stocker: «Darüber hinaus habe ich während des ganzen Verfahrens den Littauer Gemeinderat und die Parteien offen über den Stand der Dinge informiert.» Er wisse, dass er damals einen Fehler begangen habe.

Stocker geht nun in die Offensive, weil er mit diesem Fehltritt erneut unter Druck gesetzt wird. «Das ist Schlammschlacht pur», sagt er. Er sei aber überzeugt, dass das Stimmvolk die Sachlage richtig einschätzen könne .

Stocker zog seine Kandidatur vor dem ersten Wahlgang zurück, weil er unter anderem vom Stadtpräsidenten unter Druck gesetzt worden war. ­Eine Stimmrechtsbeschwerde wurde gutgeheissen. Der zweite Wahlgang findet am 27. September statt.

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