Schlammschlacht um den neuen Shopping-Tempel
Aktualisiert

Schlammschlacht um den neuen Shopping-Tempel

Die Gegner des neuen Berner Einkaufszentrums WestSide gehen vor Bundesgericht. Im Hintergrund tobt eine heftige Schlammschlacht.

Was die Gegner des neuen Einkaufs- und Freizeitzentrums WestSide in Bern Brünnen bereits in 20 Minuten angekündigt hatten, ist jetzt definitiv: Der Kampf wird vor Bundesgericht ausgefochten. Die Gegner haben sich gestern endgültig entschieden. Sie befürchten trotz Zufahrtsbeschränkungen eine massive Zunahme des Verkehrs und damit der Autoabgase.

«13 Beschwerdeführer sind noch dabei, drei sind abgesprungen», sagt Nationalrat Christian Waber vom Verein WestSide-Abside. «Auf die Anwohner ist von der Bauherrschaft enorm Druck ausgeübt worden. Das ging so weit, dass ihnen am Telefon Schadensersatz-Klagen angedroht worden sind», so Waber weiter.

«Das ist gelogen», erwidert Thomas Bornhauser von der Migros Aare, die hinter der Bauherrin Brünnen AG steht. «Tatsächlich konnte ich mit einigen Leuten reden. Aber ich habe sie bloss gefragt, was sie sich von ihrer Beschwerde erhoffen.»

Klar in diesem Hickhack ist nur: Obwohl die Migros den Aushub für das Mammut-Projekt bereits gemacht hat, kann nicht gebaut werden. Die Migros hofft jetzt, dass das Bundesgericht schnell entscheidet. Die Gegner allerdings rechnen damit, dass dies 70 bis 80 Tage dauert. Philipp Probst

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