Aktualisiert 15.08.2013 14:24

In UznachSchlange hält Hausbewohner auf Trab

In einem Block in Uznach SG hat sich zum Schrecken seiner Bewohner ein ungebetener Gast breitgemacht. Eine Schlange soll sich in einem Heizraum im Keller verkrochen haben. Ein Spezialist ist vor Ort.

von
bee/tob
Diese Schlange hat sich irgendwo im Keller des Hauses verkrochen.

Diese Schlange hat sich irgendwo im Keller des Hauses verkrochen.

Als die Schwiegermutter von Leser-Reporter Semir Zivcic am Dienstagabend nach Hause kommt, ist es dunkel im Treppenhaus ihres Wohnblocks in Uznach. Das Licht scheint ausgefallen zu sein und so muss sich die 52-Jährige im Dämmerlicht von der Tiefgarage zu ihrer Wohnung vorkämpfen. Doch schon auf dem Treppenabsatz merkt sie, dass irgendwas nicht in Ordnung ist. «Als sie die Stufen raufsteigen wollte, ist sie plötzlich auf eine Schlange getreten», erzählt Zivcic 20 Minuten.

Die Frau kriegt einen riesigen Schrecken und stürmt in ihre Wohnung. Als sie die Geschichte ihren Nachbarn und dem Verwalter erzählt, mag ihr niemand so richtig glauben. So musste Zivcic auf den Plan gerufen werden, der sich der Sache auch sofort annahm.

«Als ich in den Keller ging, habe ich das Tier gleich erblickt», berichtet der Polymechaniker aus Reichenburg. Doch der Versuch, sie einzufangen, scheiterte. «Seitdem hat sie sich irgendwo verkrochen, vielleicht im Heizungsraum», vermutet der 24-Jährige. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als die Polizei zu rufen.

Schlange nicht gefährlich

Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, bestätigt den Vorfall. «Im Keller des Hauses hat sich irgendwo eine Schlange verkrochen, wahrscheinlich eine Ringelnatter. Ein Spezialist ist vor Ort.»

Dass das Tier gefährlich ist, glaubt Zivcic nicht. «Aufgrund des Musters kann der Experte ausschliessen, dass die Schlange giftig ist.»

Dennoch wird seine Schwiegermutter den Keller bis auf Weiteres meiden. «Sie ist immer noch verängstigt und geht nicht mehr allein nach unten. Das Auto hat sie auch schon draussen parkiert, so kann sie morgen, wenn sie zur Arbeit fährt, die Tiefgarage umgehen», so Zivcic.

Dass Schlangen auf ihrer Futtersuche etwa über einen Lichtschacht im Keller landen, komme immer wieder vor, sagt Jean-Claude Villars, Gründer des Schlangenzoos in Eschlikon. Diese sollten von einem Fachmann eingefangen und draussen ausgesetzt werden. «In der Schweiz leben acht einheimische Schlangenarten, nur zwei davon sind giftig», sagt der Experte. «Die giftige Kreuzotter etwa, kommt auch im Säntisgebiet vor». Ihr Biss sei ungefährlich, wenn man ins Spital gehe. «Ruhe zu bewahren ist das Wichtigste, so Villars.

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