Parlamentswahl in Frankreich: Schlappe für Macron – Mitte-Lager verfehlt absolute Mehrheit klar
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Parlamentswahl in FrankreichSchlappe für Macron – Mitte-Lager verfehlt absolute Mehrheit klar

Frankreichs wiedergewählter Präsident hat mit seinem Mitte-Lager nach Hochrechnungen die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung deutlich verfehlt.

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Macron muss eine Schlappe verdauen.

Macron muss eine Schlappe verdauen.

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Sein Mitte-Lager verfehlt die absolute Mehrheit deutlich.

Sein Mitte-Lager verfehlt die absolute Mehrheit deutlich.

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Jetzt wird er wohl Unterstützung aus anderen Lagern benötigen.

Jetzt wird er wohl Unterstützung aus anderen Lagern benötigen.

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Darum gehts

In der Endrunde der Parlamentswahl am Sonntag kamen die Liberalen demnach auf 210 bis 250 der 577 Sitze. Das neue linke Bündnis, angeführt von Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon, wird mit 150 bis 180 Sitzen im Parlament vertreten sein. Für die absolute Mehrheit werden mindestens 289 Sitze benötigt.

Das Ergebnis ist ein schwerer Schlag für Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, dessen Lager derzeit noch die absolute Mehrheit im Unterhaus des Parlaments hält. Denn normalerweise wird die kurz nach der Präsidentschaftswahl abgehaltene Parlamentswahl als Bestätigung gesehen, sodass oft die gleiche politische Kraft mit absoluter Mehrheit siegt. Einen enormen Erfolg verbuchten hingegen das neue Linksbündnis und Mélenchon, die damit als mächtigste Oppositionsgruppe mehr Einfluss erhalten.

Macrons Trauzeuge gewinnt in der Schweiz

Einen Erfolg konnte ein Verbündeter Macrons in der Schweiz verbuchen. Marc Ferracci wird die in der Schweiz und in Liechtenstein lebenden Französinnen und Franzosen künftig vertreten. Er erhielt 65 Prozent der Stimmen.

Ferracci gilt als enger Vertrauter und Freund Macrons. Wie der «Tages-Anzeiger» unter Berufung auf Keystone-SDA schreibt, war Ferracci Trauzeuge, als Emmanuel Macron und Brigitte Trogneux 2007 geheiratet hatten.

Unterstützung aus anderen Lagern notwendig

Bei der Parlamentswahl ging es für Macron darum, ob er seine Vorhaben auch in seiner zweiten Amtszeit wird umsetzen können. Dafür benötigte er eine Mehrheit im Parlament. Mit einer nun nur noch relativen Mehrheit sind der Präsident und die Regierung gezwungen, Unterstützung aus den anderen Lagern zu suchen. Je nach Vorhaben werden sie sich auf Mitte-Links- oder Mitte-Rechts-Kräfte zu stützen versuchen.

Auch wenn viele Franzosen unzufrieden mit Macrons erster Amtszeit waren, profitierte der 44-Jährige davon, dass die Parlamentswahl in Frankreich als Bestätigung der Präsidentschaftswahl empfunden wird. So nehmen traditionell vor allem Unterstützer des Gewinners an der Abstimmung teil, andere bleiben häufig zu Hause. Dennoch konnte das Linksbündnis genügend Unterstützer mobilisieren, um es dem Präsidenten nun schwer zu machen.

(DPA/dmo)

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