Einbruch: Schlechte erste Börsenwoche in Europa
Aktualisiert

EinbruchSchlechte erste Börsenwoche in Europa

Europas Börsen haben die erste volle Handelswoche des neuen Jahres im Minus beschlossen. Der grösste Stimmungsdrücker waren die heute bekanntgegebenen US-Arbeitslosenzahlen. Der SMI büsste fast ein Prozent ein; Tagesverlierer waren Nestle.

Der Swiss Market Index (SMI) gab um 0,94 Prozent auf 5.697,24 Punkte nach. Im Wochenvergleich lag der Schweizer Leitindex aber immer noch 2,94 Prozent höher. Die grössten Einbussen musste am Freitag das Schwergewicht Nestle hinnehmen, dessen Aktien bei 40,38 Franken und damit um 4,0 Prozent tiefer als am Vorabend schlossen. Zuvor hatte die US-Geschäftsbank JP Morgan die Nestle-Aktien von «Neutral» auf «Untergewichten» herabgestuft. Dem Nahrungsmittelkonzern setze die zunehmende Konsumflaute in entwickelten Märkten wie auch das Wegbrechen ganzer Käuferschichten in den Schwellenländern zu, kommentierte ein Analyst der Bank Vontobel.

Ebenfalls überdurchschnittlich zum Verkauf standen Richemont (-3,6 Prozent), Swatch Group (-3,1 Prozent) und Syngenta (-2,6 Prozent). Novartis und Roche beendeten den Tag mit jeweils minus 0,4 Prozent.

Tagesgewinner waren Titel aus der Finanzindustrie. Allen voran UBS mit einem Plus von 3,8 Prozent. Baloise folgten mit einem Gewinn von 3,1 Prozent. Credit Suisse legten leicht um 0,5 Prozent zu.

Die steigende Arbeitslosigkeit in den USA trübte auch in Frankfurt, Paris und London die Stimmung. Der Deutsche Aktienindex (DAX) drehte zwar kurz ins Plus, stürzte dann aber um 1,97 Prozent auf 4.783,89 Punkte. Der französische Börse CAC 40 verlor 0,75 Prozent, der FTSE 100 in London 1,3 Prozent. In Tokio hatte der Nikkei zuvor 0,5 Prozent schwächer geschlossen. An der Wall Street in New York verlor der Dow-Jones-Index im Vormittagshandel 1,3 Prozent auf 8.628,65 Zähler. Der technikorientierte Nasdaq gab sogar 2,19 Prozent ab.

(dapd)

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